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    Kreisstadt

    Top Tropfen: Kult-Ahrwein des Jahres kommt aus Heimersheim

    In diesen Tagen tragen die Winzer im Ahrtal meist ernste Mienen zur Schau. Das Wetter hat ihnen in diesem Jahr reichlich Sorgenfalten eingebracht. Aber jetzt gab es mal fröhliche Gesichter bei der Verleihung des "Ahrwein des Jahres 2017".

    Winzer, Weinkenner und -genießer sowie -repräsentanten ließen es sich nicht entgehen, bei der Auszeichnung zum „Ahrwein des Jahres 2017“ in der Kreissparkasse in Ahrweiler mit dabei zu sein.
    Winzer, Weinkenner und -genießer sowie -repräsentanten ließen es sich nicht entgehen, bei der Auszeichnung zum „Ahrwein des Jahres 2017“ in der Kreissparkasse in Ahrweiler mit dabei zu sein.
    Foto: Vollrath

    Wahrscheinlich 35 Prozent weniger Ertrag, besonders arbeitsaufwendige Erntearbeit, um das Lesegut im Wingert bereits zu selektieren, und dann noch dauernd Regen! Da kam die feierliche Siegerwein-Präsentation im Rahmen des Wettbewerbs „Ahrwein des Jahres 2017“ in den Räumen der Kreissparkasse (KSK) in Ahrweiler gerade richtig, um zahlreichen Ahrtalwinzern ein freudiges und stolzes Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

    Nicht nur von der Jury um den Weinjournalisten Carsten Henn wurden die edlen Tropfen gelobt. Auch viele der rund 140 Gäste in der KSK-Hauptgeschäftsstelle nutzten die Gelegenheit, den einen oder anderen prämierten Wein zu verkosten, und waren sich einig: Ahrtalwinzer sind Meister ihres Faches. 26 selbstvermarktende Winzer und drei Genossenschaften hatten insgesamt 131 Weinkreationen für die sechs Bewertungskategorien eingereicht. Beim „Kultwein des Jahres“ hat das Weingut Nelles in Heimersheim neben dem ersten Platz für den 2015er B-52 Spätburgunder auch den dritten Platz für den 2014er B-52 ergattert. Und in der Kategorie Bester Winzersekt schaffte es das Heimersheimer Weingut als dritter Sieger ebenfalls aufs Treppchen. Junior Philip Nelles nahm die Auszeichnungen entgegen. Gleich drei Produkte in dieser staatlich anerkannten und neutralen Bewertung zu platzieren, sei für das gesamte Weingut eine gute Werbung. Alle Siegerweine können in Zukunft auch auf der Flasche mit ihrer Prämierung werben. „Kunden achten auf so etwas“, weiß Philip Nelles.

    Drei Prämierungen gab es auch für die Winzergenossenschaft Mayschoß Altenahr. In der Kategorie Premiumwein kann sich die älteste Winzergenossenschaft der Welt mit einem Siegertitel schmücken, und zweite Plätze gab es beim Frühburgunder und Blanc de Noir. „Wir sind sehr stolz. Drei Prämierungen in einem Jahr hatten wir noch nie, und es ist für uns eine Belohnung unserer Arbeit“, freute sich Geschäftsführer Matthias Baltes.

    Landrat Jürgen Pföhler erinnerte daran, dass die gesamte Region den Winzern viel zu verdanken hat. „Ahrweine haben sich inzwischen ein internationales Niveau erarbeitet.“ Von dieser Wertschöpfungskette leben viele andere Geschäftszweige in der Region. Besonderen Respekt zollte Pföhler den Teilnehmern des Wettbewerbs. „Die Winzer, die sich der Herausforderung dieses Wettbewerbs stellen, wollen sehen, wo sie stehen. Sie zeigen Mut und Unternehmergeist!“ Und an die Winzer gewandt, sagte Pföhler: „Vielen Dank für das, was Sie für das Ahrtal tun.“

    Dass Winzer neben Mut und Können auch viel Gottvertrauen brauchen, um sich als Weinproduzent eine Existenz zu schaffen, das hatte Kreissparkassenchef Dieter Zimmermann in seiner Begrüßungsansprache festgestellt. Die Qualität des Lesegutes und der Ertrag des Wingerts liege nicht allein in der Hand des Winzers. „Wenige Minuten können alle harte Arbeit zerstören.“ Auf den Wettbewerb, den die Kreissparkasse zusammen mit dem International Wine Institute (IWI) in diesem Jahr zum sechsten Mal auslobte, blickt Zimmermann mit Stolz. „Dieser Wettbewerb ist noch jung und hat bereits internationale Bedeutung.“

    In diesem Jahr gab es einige Neuerungen. Unter anderem wurden zum ersten Mal auch Winzersekte prämiert. „Und wir haben sehr genau darauf geachtet, dass überall, wo Ahr draufsteht, auch Ahr drin ist. Und wir können hier heute Abend einen tollen Querschnitt durch unsere Ahrweine bieten.“

    Von unserer Mitarbeiterin Gabi Geller

    Die Siegerweine 2017

    Ahrwein des Jahres 2017 in der Kategorie „Kultwein“

    2015 B-52 Spätburgunder Heimersheimer Burggarten Großes Gewächs (Weingut Nelles, Heimersheim)

    Zweiter Sieger

    2015 Spätburgunder Neuenahrer Schieferlay (Weingut Burggarten Paul Schäfer & Söhne, Heppingen)

    Dritter Sieger

    2014 B-52 Spätburgunder Heimersheimer Burggarten Großes Gewächs (Weingut Nelles, Heimersheim)

    Sieger in der Kategorie „Premiumwein“

    2015 Walporzheimer Kräuterberg Spätburgunder (Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr)

    Zweiter Sieger

    2014 Devonschiefer R Spätburgunder (Weingut H.J. Kreuzberg, Dernau)

    Dritter Sieger

    2015 Heimersheimer Spätburgunder (Weingut Burggarten Paul Schäfer & Söhne, Heppingen)

    Sieger in der Kategorie „Klassiker“

    2015 Spätburgunder „PL“ (Weingut Peter Lingen, Bad Neuenahr)

    Zweiter Sieger

    2015 Ahr Spätburgunder (Weingut Maibachfarm, Ahrweiler)

    Dritter Sieger

    2015 Dernauer Hardtberg Spätburgunder (Weingut Ernst Sebastian, Dernau)

    Sonderpreis in der Kategorie „Bester Frühburgunder“

    2015 Recher Herrenberg Frühburgunder Großes Gewächs (Weingut Jean Stodden, Rech)

    Zweiter Sieger

    2015 Ahr Frühburgunder Goldkapsel

    (Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr)

    Dritter Sieger

    2015 Frühburgunder „R“ (Weingut Maibachfarm, Ahrweiler)

    Sonderpreis in der Kategorie „Bester Winzersekt“

    2014 Blanc de Noir Sekt Pinot Meunier brut (Weingut Peter Kriechel, Ahrweiler)

    Zweiter Sieger

    Sekt Cuvée brut (Weingut Nelles, Heimersheim)

    Dritter Sieger

    Rosé Sekt brut Pinot Noir (Weingut Peter Lingen, Bad Neuenahr)

    Sonderpreis in der Kategorie „Bester Blanc de Noir“

    2016 Illusion Blanc de Noir (Weingut Meyer-Näkel, Dernau)

    Zweiter Sieger

    2016 Ahr Spätburgunder Blanc de Noir feinherb (Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr)

    Dritter Sieger

    2016 „No.1“ Blanc de Noir Spätburgunder (Brogsitter’s Weingüter und Privatsektkellerei, Grafschaft)

    und 2016 „Weißer Turm“ Spätburgunder Blanc de Noir (Ahrweiler Winzerverein)

    Die Jury

    Die Jury zeichnete sich durch qualifizierte regionale, nationale und internationale Weinexperten aus. Carsten Henn übernahm wie in vergangenen Jahren den Prüfungsvorsitz. Henn ist Autor, Weinjournalist und leitender Redakteur der Weinzeitschrift „Vinum“.

    Dietmar Maisenhölder, Weinakademiker und Journalist, kam zur Bewertung der Weine aus Stuttgart. Volker Danko, Weinhändler, und Markus Coels, hiesiger Winzer, repräsentierten das Ahrtal. Ralf Kaiser ist ein bekannter nationaler Wein-Blogger und Fotograf. Die Gruppe der Sommeliers wurde durch Deutschlands „Gastgeberin des Jahres 2016“, Katharina Röder vom Hotel und Restaurant Landlust Burg Flamersheim in Euskirchen, und Andreas Lelke vom Weinhaus Gut Sülz in Oberdollendorf vertreten.

    Preiswert: Die guten Tropfen von der Ahr im Rampenlicht
    Bad Neuenahr-Ahrweiler
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