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Remagen

Remagens neuer Bürgermeister Björn Ingendahl vereidigt

Christian Koniecki

Björn Ingendahl ist am Donnerstagabend in einer feierlichen Sitzung des Stadtrats Remagen als neuer Bürgermeister ernannt und vereidigt worden. Damit ist auch ein Generationswechsel an der Spitze der Stadt vollzogen: Der 38-jährige parteilose Newcomer löst Herbert Georgi ab, der sich nach 16-jähriger Amtszeit im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Herbert Georgi (links) händigte seinem Nachfolger als Bürgermeister von Remagen, Björn Ingendahl, inder Stadtratssitzung am Donnerstagabend die Ernennungsurkunde persönlich aus.
Herbert Georgi (links) händigte seinem Nachfolger als Bürgermeister von Remagen, Björn Ingendahl, inder Stadtratssitzung am Donnerstagabend die Ernennungsurkunde persönlich aus.
Foto: Vollrath

Die 19. öffentliche Sitzung des Stadtrats Remagen war eine ganz besondere. Knapp 200 Gäste waren in das Foyer der Rheinhalle gekommen – darunter auch viele Ehrengäste, wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Ernst, Vertreter von Vereinen und Institutionen der Stadt, aber auch Bürgermeister aus vielen Nachbarkommunen von dies- und jenseits des Rheins. Sie alle wurden Zeugen einer ebenso launigen wie feierlichen Sitzung, in der formell Herbert Georgi verabschiedet und Björn Ingendahl ernannt und vereidigt wurde.

Doch in erster Linie war die Sitzung eine Ehrung für Herbert Georgi. Alle Redner, vom Ersten Beigeordneten Rolf Plewa, über den Landrat Jürgen Pföhler, Altenahrs Bürgermeister Achim Haag, der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Christine Wießmann, Oberwinters Ortsvorsteher Norbert Matthias, dem Personalratsvorsitzenden der Remagener Verwaltung Achim Geil bis hin zum Pfarrer Frank Klupsch – sie alle hoben auf ihre Art die Verdienste und den Respekt hervor, den sich Georgi in den vergangenen 16 Jahren um die Stadt erworben hat.

Besonders war die Sitzung auch, weil sie zwischendurch musikalisch aufgelockert wurde. Dafür sorgten ein klassisches Duo mit Geige und Klavier, aber auch – auf besonderen Wunsch von Herbert Georgi – die Formation A-Capella OW. Sie sorgte mit launigen rheinischen Textzeilen wie „...für de kahle Aal, kütt jetz de Ingendahl...“ für die nötige rheinisch-humorvolle Distanz zu den ganzen lobenden Worten zuvor.

Auch Herbert Georgi ergriff noch einmal das Wort, und trotz gegenteiliger Beteuerungen waren ihm die Rührung aber auch die Freude auf den bevorstehenden Ruhestand anzumerken. Besonders hob er noch einmal den Dankabend der Vereine hervor, der zu seinem Abschied am vergangenen Freitag ausgerichtet worden war.

Das Schlusswort stand dann dem neuen Bürgermeister Björn Ingendahl zu. Er verzichtete auf eine große programmatische Rede. Dafür betonte er die Bedeutung und Verantwortung, den Bürgern eine zuverlässige und sichere Heimat zu bieten, gerade in Zeiten sich wandelnder internationaler Allianzen und vertrauter Bündnisse.

Der neue Bürgermeister, der sein Amt offiziell am Samstag antritt, hatte mit sich im März überraschend gegen seine Mitbewerber durchgesetzt. Sowohl bei der ersten, als auch bei der Stichwahl ging der von den Grünen unterstützte parteilose Ingendahl jeweils mit einer Mehrheit als Sieger hervor. Die Stichwahl konnte er überraschend deutlich mit gut 62 Prozent aller Stimmen gegen den CDU-Kandidaten und amtierenden Ortsvorsteher von Remagen Walter Köbbing für sich entscheiden. Köbbing nahm an der Sitzung nicht teil.

Von unserem Redakteur Christian Koniecki

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