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    Menschen aus der Ring-Region kritisieren Adenaus VG-Chef Romes

    Teils harsche Kritik an Adenaus scheidendem VG-Bürgermeister Hermann-Josef Romes: Besonders in einschlägigen Internetforen kommen seine Aussagen im RZ-Interview zum Nürburgring nicht gut an.

    Romes hatte gesagt, dass es nicht die Region sei, die derzeit gegen den Ring-Verkauf protestiere: "Es sind viele Fans aus ganz Deutschland, aber es ist nicht die Region." Außerdem seien die Aktionen von "Wir sind Nürburgring", "Save the Ring" und "Ja zum Nürburgring" dazu geeignet, "seriöse Anbieter von einem Angebot abzuschrecken".

    Auch von der RZ befragte Unternehmer, die aus der Ring-Region kommen, dort aufgewachsen sind und noch immer dort leben, teilen Romes' Aussagen nicht. Ganz im Gegenteil. Karl Mauer, Geschäftsführer der VLN-Langstreckenmeisterschaft, gebürtig aus Ahütte und wohnhaft in Üxheim, verfolgt Entwicklung und Aktivitäten am Ring seit vielen Jahren. Er widerspricht Romes entschieden: "Der Protest hält gerade unseriöse Investoren fern." Die wüssten nun: "Hier wird doch kritischer hingesehen, als wir erwartet haben. Wir werden schneller entlarvt, als uns lieb ist." Seriöse Investoren würden den Protest daher begrüßen. Mauer: "Er wird versuchen, in der Region Akzeptanz zu finden und sie einbinden."

    Mauer verweist zudem darauf, dass die Initiatoren der verschiedenen Gruppen sehr wohl aus der Ring-Region kommen: "Sie kämpfen nicht nur für ihre eigene Zukunft, sondern auch für andere, die derzeit nicht den Finger heben. Und das könnten schon mehr sein."

    Andrea Thelen, Vorsitzende des Adenauer Gewerbevereins, sagt: "Aus der Region kommt eine klare Stellungnahme. Auch wenn mehr Leute protestieren könnten." Sie glaubt, dass die Demos keinen Investor abhalten – egal ob seriös oder unseriös: "Wer wirklich etwas kaufen will, lässt sich davon nicht stören." Es sei überdies gar nicht schwer, Rückhalt aus der Region zu bekommen. Thelen: "Es ist ganz leicht, mit den Leuten hier in Kontakt zu treten und die Region einzubinden." Wenn die Geschäfte unter dem neuen Inhaber so liefen wie derzeit, wäre "das okay. Dann würde auch keiner protestieren."

    Thomas Rausch, Tankstelleninhaber aus Barweiler, sagt: "Ich nehme das Wort ,seriös' nicht mehr in den Mund. Angeblich war alles, was hier in den vergangenen Jahren gemacht wurde, seriös." Er kritisiert, dass "Herr Romes und viele andere Politiker nur wollen, dass das Thema Nürburgring vom Tisch kommt und diese Leute fein raus sind". Aber die Menschen in der Ring-Region "merken so langsam, was ihnen blühen könnte. Deshalb wird der Protest immer stärker."

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

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