40.000
Aus unserem Archiv
Leimbach

Könige des Dialekts wurden in Leimbach gekrönt

Jutta Bell aus Kempenich, Herbert Engel aus Ahrweiler, Dieter Koll aus Dernau und mit einem Sonderpreis die 93-jährige Maria Hilgert aus Burgbrohl sind am Freitagabend zu den neuen Königen des Dialekts im Kreis Ahrweiler gekrönt worden.

Landrat Jürgen Pföhler (von links) überreichte an Maria Hilgert einen Sonderpreis. Dieter Koll erreichte Bronze, Jutta Bell Gold und Herbert Engel Silber. 
Foto: Jochen Tarrach
Landrat Jürgen Pföhler (von links) überreichte an Maria Hilgert einen Sonderpreis. Dieter Koll erreichte Bronze, Jutta Bell Gold und Herbert Engel Silber.
Foto: Jochen Tarrach

Mehr als 300 Zuhörer aus allen Kreisteilen hatten sich in der Leimbacher Mehrzweckhalle eingefunden, um das im Rahmen der Kreissparkassenstiftung "Zukunft Kreis Ahrweiler" stattfindende Finale der Mundartreihe "Wat Junge und Ahle verzälle" zu verfolgen.

Aus einer Vielzahl eingereichter Beiträge hatte eine Jury aus Mundartexperten, Heimatforschern und Kennern des gesprochenen Wortes 13 Finalisten ausgewählt, die nun ihre durchgehend ebenso spannenden wie vergnüglichen Geschichten in der Mundart ihres Heimatortes erzählten. Untermalt von Mundartliedern der Gruppe Streuobst aus Waldorf sowie einer Szene aus der Mundartkomödie "Huh Zeit em Städtsche" der Theatergruppe des Heimatvereins Alt-Ahrweiler wurden dabei so manch Lebensweisheit und viele Anekdoten preisgegeben. "Wie die Ahle so die Junge."

So begann der Vortragsreigen mit Beiträgen der Kinder des Kindergartens "Wibbelstätz" Hönningen, von Tim Esten von der Grundschule "Am Maar" Niederdürenbach sowie von Christian Cramer und Nils Assenmacher von der Erich-Kästner-Realschule Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es war besonders erfreulich, wie sie bewiesen, dass Mundart nicht nur etwas für ältere Menschen ist, sondern gut gepflegt durchaus auch eine Sache mit Zukunft. "Mundart zu pflegen, ist auch ein Stück Heimatverbundenheit", so Landrat Jürgen Pföhler. Und genau das ist Sinn und Zweck dieses ungewöhnlichen Wettbewerbs, der zum dritten Mal durchgeführt wurde. Pföhler, Kuratoriumsvorsitzender der Sparkassenstiftung, zeichnete gemeinsam mit Vorstandsvorsitzendem Dieter Zimmermann alle jugendlichen Nachwuchskräfte mit Sachpreisen aus.

10 000 Euro hatte das Kuratorium für den Gesamtwettbewerb bewilligt. Dieser Kostenrahmen war aber nur einzuhalten, da der Bürgerverein Leimbach sich der Sache angenommen hatte und den Finalabend organisierte. Nicht leicht hatte es die Jury mit Hildegard Ginzler, Leonhard Janta, Karl-Heinz Kurth, Gerd Schultes, Helmut Schwarz, Gisbert Stenz, Udo Stratmann und Karl-Heinz Sundheimer schließlich, die 13 folgenden Wettbewerbsbeiträge zu bewerten, denn nahezu jedes Dorf im Kreis Ahrweiler hat seinen eigenen Dialekt. Die Rhein-Zeitung wird alle Beiträge in den nächsten Wochen in Einzelberichten mit Vorstellung der Interpreten abdrucken.

Gisbert Stenz als Moderator rief nacheinander die Finalisten zu ihren Vorträgen auf die Bühne. Gleich als vierte Rednerin startete Jutta Bell aus Kempenich mit ihrem späteren Siegerbeitrag "Grußmottesch Benneleschüez", Herbert Engel aus Ahrweiler ging mit "Meng iersch Rädche" als Zehnter in das Rennen, und Dieter Koll aus Dernau brachte mit "Verzällche us Dearnee" gar den allerletzten Beitrag. Der riesige Beifall für alle Geschichten ließ vermuten, dass im Saal nur Mundartexperten saßen, die auch alles verstanden haben. Jochen Tarrach

Bad Neuenahr-Ahrweiler
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dienstag

7°C - 13°C
Mittwoch

12°C - 16°C
Donnerstag

8°C - 15°C
Freitag

6°C - 13°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach