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    Internationales Café kommt auf Anhieb gut an

    Auf großes Interesse bei Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern ist das erste Café International auf dem Rhein-Ahr-Campus gestoßen. Mit mehr als 100 Teilnehmern hatten die Studenten des Fachbereichs Sprachen und Internationales bei ihrem Hand-in-Hand-Projekt nun doch nicht gerechnet.

    Austauschstudenten und Flüchtlinge aus aller Welt sowie deren Betreuer kamen schnell ins Gespräch.
    Austauschstudenten und Flüchtlinge aus aller Welt sowie deren Betreuer kamen schnell ins Gespräch.
    Foto: ith

    Remagen - Auf großes Interesse bei Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern ist das erste Café International auf dem Rhein-Ahr-Campus gestoßen. Mit mehr als 100 Teilnehmern hatten die Studenten des Fachbereichs Sprachen und Internationales bei ihrem Hand-in-Hand-Projekt nun doch nicht gerechnet.

    Die Idee, Austauschstudenten und Flüchtlinge aus aller Welt sowie deren Betreuer zusammenzubringen, entstand bei der Auftaktveranstaltung in der Rheinhalle zur besseren Koordination der Flüchtlingshilfe am Rhein. Hierbei hatten sich gut 70 Menschen gemeldet, die aktiv helfen möchten. Manche haben schon kleinere oder größere Aufgaben übernommen. "Wir haben es noch nicht geschafft, allen eine Rückmeldung zu geben, aber sie werden von uns hören", betonte Maria Müller von der Ökumenischen Flüchtlingshilfe. "In vielen Städten wurde schon ein solches Internationales Café eingerichtet, schön, dass es nun auch hier einen solchen Ort der Begegnung gibt", sagte Eva Pestemer vom Migrationsdienst der Caritas, die den Anstoß für diese Initiative gab.

    Neuer Ort gesucht

    Was den Ort angeht, so kamen die Studenten mit ihren Projektleitern Asif Safarli aus Aserbaidschan, Sara Haas und der Somalierin Nasima angesichts des Andrangs schnell zum Schluss, das nächste Treffen in eine heimeligere Umgebung zu verlegen, wo auch Passanten hinzukommen könnten. Hier bot sich der Studierenden-Treffpunkt Baracke in der Remagener Fußgängerzone an. "Toll finde ich, dass man erst weiß, wer Student ist und wer Flüchtling, wenn man sich mit ihm unterhalten hat", sagte Dagmar Marquart, die bis vor einiger Zeit am Campus Deutsch als Fremdsprache unterrichtet hatte.

    "Seit einiger Zeit binde ich in meinen Seminaren auch Asylsuchende mit ein - es ist interessant zu sehen, wie sich hierdurch auch die Wahrnehmung der Studenten verändert", sagte Dr. Laurent Borgmann. Allein durch die Präsenz von Flüchtlingen würden sich die Gespräche verändern. Manchen Studenten würde erst jetzt klar, dass sie es einfach glücklicheren politischen Umständen in ihren Heimatländern zu verdanken haben, dass nicht sie es sind, die hier als Flüchtling stehen. "Selbst wenn einige Asylsuchende möglicherweise nicht hier bleiben können, sollen sie etwas aus ihrer Zeit hier in Deutschland mitnehmen können", sagte Dr. Gabriele Wolff, Lehrbeauftragte am Campus.

    Café als Kontaktbörse

    "In Sachen Offenheit an den Hochschulen muss sich noch einiges tun, das geht vielen zu langsam", urteilte Sina Scherer, die ihr praktisches Studiensemester beim Migrationsdienst der Caritas absolviert. Die meisten Flüchtlinge, die in ihren Heimatländern studiert hätten, würden am liebsten sofort weiter studieren. Doch es gebe Hürden. "Das Café International bietet sich als Kontaktbörse an, denn Integration ist ein wechselseitiger Prozess, bei dem auch die Flüchtlinge die Menschen hier vor Ort in ihrer realen Alltagswelt kennenlernen und so ihr Bild von Deutschland verändern", betonte Eva Pestemer.

    Über den Kontakt zur Ökumenischen Flüchtlingshilfe kam auch Abdullah, der in Afghanistan einer jungen demokratischen Bewegung angehörte, an den Campus. Zunächst lebte er mit anderen in einer Flüchtlingsunterkunft, dann wurde er von einer Familie in Oberwinter aufgenommen. "Es ist ihm schon deutlich anzumerken, dass er sich nun völlig anders entfalten kann", urteilte Dr. Laurent Borgmann.

    Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

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