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    Er will Bürgermeister von Sinzig werden: Andreas Geron im RZ-Porträt

    Andreas Geron war der Erste. Der Erste, der Mitte Mai 2016 sagte: „Ich möchte Bürgermeister von Sinzig werden.“ Die RZ hat den Kandidaten an seinem Lieblingsplatz getroffen.

    Bürgermeisterkandidat Andreas Geron an seinem Lieblingsplatz in Sinzig: dem Eiscafé Vallazza am Markt.
    Bürgermeisterkandidat Andreas Geron an seinem Lieblingsplatz in Sinzig: dem Eiscafé Vallazza am Markt.
    Foto: Jan Lindner

    Damals im Mai stand auch Amtsinhaber Wolfgang Kroeger (CDU) noch für eine dritte Amtszeit zur Verfügung („Wenn es meine Gesundheit zulässt“). Und Gerons heutige Gegenkandidaten Martin Braun (CDU) und Manfred Ruch (unabhängig) dürften im Mai 2016 von einer Kandidatur höchstens mal geträumt haben. 

    Weitere Kandidaten:

    Manfred Ruch
    Martin Braun

    War die frühe Bekanntgabe Vor- oder Nachteil? Geron sagt heute: „Es war bestimmt kein Nachteil. Die Aufregung hatte sich ziemlich schnell gelegt. Die Sinziger hatten so schon früh die Gelegenheit, sich mit mir als unabhängigem Kandidaten auseinanderzusetzen.“

    Als Treffpunkt für das RZ-Gespräch hat der 52-jährige Sinziger das Eiscafé Vallazza am Markt gewählt: „Ich liebe es seit meiner Kindheit.“ Diesen „Hotspot“ der Barbarossastadt nimmt er als Symbol, wie sich Sinzig durch seine Amtsführung verändern soll: „An diesem tollen Platz müsste viel mehr los sein.“ Dazu brauche es einen weiteren absoluten Frequenzbringer in der Innenstadt. Wird Geron zum Bürgermeister gewählt, will er sich bemühen, ein Geschäft ins Zentrum zu locken, von dem die Leute sagen: „Da fahren wir hin. Davon würden dann auch die anderen Geschäfte profitieren.“

    Die Voraussetzungen für ein blühendes Sinzig seien da. Geron: „Es gibt so viele Ideen, engagierte Vereine und Gruppen, viele gute Ratsbeschlüsse. Aber die Umsetzung fehlt oder wird verschlafen, ob beim Quellensteg, Bahnhof oder der Lage der Kindergärten.“ Sinzigs Standort zwischen Bonn und Koblenz sei ideal: als Wohnort, für Pendler und für Gewerbetreibende. Das Problem: „Im Internet wird Sinzig nicht gefunden, die Homepage der Stadt ist katastrophal.“
    Dabei würden umzugswillige Firmen hier als erstes nach einem neuen Standort schauen. Geron sieht auch Platz für neue Gewerbegebiete: etwa an der alten B 9 Richtung Remagen und in Löhndorf an der A 61. Zudem könne man die bereits vorhandenen Flächen „noch stärker vermarkten. IT-Firmen agieren schließlich Wasserschutz-neutral.“

    Was dem 52-Jährigen auch sehr fehlt, ist die Transparenz bei politischen Entscheidungen. Seiner Ansicht nach hat sich das auch nicht geändert, seitdem Ausschusssitzungen öffentlich sind: „Die Mehrheit hat sich dann schon gebildet.“ Es gefällt ihm nicht, dass „sehr oft zwei, drei Menschen an politischen Stellen entscheiden wollen, wo es langgeht. Und dies oft hinter verschlossenen Türen.“
    Im Rathaus stößt ihm die Außendarstellung der Verwaltung auf, nicht zuletzt durch die diversen Gerichtsprozesse gegen Mitarbeiter: „Die Verwaltung sollte Aushängeschild der Stadt sein. Aber sie wird blockiert, weil kein Vertrauen herrscht.“ Als Gegenbeispiel führt er sein Unternehmen mit 20 festen und 30 freien Mitarbeitern an: „Es gilt das Wort, es gibt keinen einzigen schriftlichen Vertrag. Und in 23 Jahren gab es nicht einen größeren Konflikt.“

    Sollte er Sinzigs neuer Stadtchef werden, ist ihm Präsenz „sehr wichtig. Ich würde jeden Morgen zu Fuß durch die Schlossstraße ins Rathaus gehen, wäre am Schwanenteich und in der Innenstadt. Ich will angesprochen werden.“
    Und dies auch in Sprechstunden, die er in den Stadtteilen anbieten würde. Mit den Ortsvorstehern möchte er einen regelmäßigen, gemeinsamen Austausch pflegen. Geron: „Die Ortsteile sind gut aufgestellt. Sie könnten aber stärker unterstützt werden, etwa bei Veranstaltungen. Sie machen ja die Hälfte von Sinzig aus.“

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Zur Person: Andreas Geron

    Andreas Geron ist Anfang Mai 1965 geboren und wohnt seitdem in Sinzig. Seine Frau Esther stammt aus Bad Bodendorf. Sie sind seit 1991 verheiratet und haben einen Sohn und eine Tochter.

    Nach dem Abitur am Rhein-Gymnasium hat Andreas Geron eine dreijährige Ausbildung bei der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Sinziger Stadtverwaltung absolviert. Danach studierte er Jura in Bonn. Anschließend war er Referendar am Amtsgericht in Sinzig und am Landgericht in Koblenz. Seit 1994 ist er verantwortlich für die Ausbildung von Jurastudierenden und Rechtsreferendaren. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Privatschule Repetitorium Hemmer und zuständig für die Zweigstellen in Düsseldorf, Köln, Mainz, Trier und Frankfurt/Main mit mehr als 20 Mitarbeitern. In seiner Freizeit fährt er Rad, gern nach Bonn und mit dem Schiff zurück, wandert, liest, hört Musik und spielt Gesellschaftsspiele mit Familie und Freunden. Seit zwei Jahren besucht er in unregelmäßigen Abständen eine Zauberschule in Düsseldorf. 

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