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    Sinzig

    Er will als Bürgermeister mehr aus Sinzig herausholen: Manfred Ruch im RZ-Porträt

    Auf dem Ziemert fiel die Entscheidung. Die Entscheidung, um das Amt des Sinziger Bürgermeisters zu kandidieren. Die RZ hat den Kandidaten an seinem Lieblingsplatz getroffen.

    Der Sinziger Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch an seinem Lieblingsplatz auf dem Ziemert. 
    Der Sinziger Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch an seinem Lieblingsplatz auf dem Ziemert. 
    Foto: Jan Lindner

    Der Ausblick ist hinreißend. Sofort fällt einem St. Peter ins Auge, die verschachtelte Sinziger Innenstadt, das Rheintal. Und manchmal werden hier oben auf dem Ziemert auch Entscheidungen getroffen, die das bisherige Leben ziemlich durcheinander würfeln können. „Hier oben“, sagt der Sinziger Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch (unabhängig), „habe ich mich auch entschieden zu kandidieren.“ Nach einem monatelangen Prozess des Abwägens der vielen Für und Wider, des Zweifelns und der Entschlossenheit.

    Weitere Kandidaten:

    Andreas Geron 
    Martin Braun

    Neben dem Ausblick schätzt der 58-Jährige an diesem Fleckchen die Natur ringsum und die Einsamkeit: „Ich kann hier gut nachdenken und Dinge beiseite räumen.“ Von seinem Haus im Assessorenweg sind es nur zehn Minuten her. Oft wird er von Lebensgefährtin Carola und Hund Nico begleitet.

    Der stellvertretende Chefredakteur der Rhein-Zeitung war in den vergangenen Wochen offenbar öfters hier oberhalb von Sinzig. Er hat viele Ideen, Pläne und Visionen, wie die Barbarossastadt in den nächsten Jahren aussehen soll. Dabei ist er sich sicher, dass „einer wie ich der Verwaltung gut tut. Einer von außen mit dem Blickwinkel des Bürgers und dem Blick für pragmatische Lösungen.“

    Es ist eine glasklare Entscheidung für etwas. Ich hätte es für keine andere Stadt getan. Die Aufgabe ist auf mich zugekommen.

    Manfred Ruch, Bürgermeister-Kandidat in Sinzig

    Sein Credo: „Wenn jemand sagt ,Es geht nicht', gehen bei mir alle Alarmglocken an. Denn es geht immer etwas, dann eben vielleicht zu 70 oder 80 Prozent.“ Seine Stärke, sagt er, ist die Kommunikation: „Ich bin sehr lösungsorientiert und gut darin, Leute zusammenzubringen, um auf ein Ziel hinzuarbeiten.“ Im Berufsleben hat er das oft erfahren. Ruch erinnert sich an eine Episode aus 2003, als die Mainzer Rhein-Zeitung mit einem Drittel Redakteuren weniger auskommen – und sich trotzdem gegen eine größer werdende Konkurrenz durchsetzen musste: „Wir haben es geschafft, indem wir uns anders aufgestellt haben. Vorher hätte das kaum einer für möglich gehalten.“

    Er führt die vielen Aktionen und Veränderungen an, die das Bürgerforum mit ihm als Mitgründer und Vorsitzendem in Sinzig bewirkt hat: „Bei der Musiknacht haben vorher sehr viele gesagt: ,Das gibt nix'. Und dann ist es ein großer Erfolg geworden.“

    Nach 15 Jahren in der Fremde ist der gebürtige Sinziger 2012 zurückgekehrt – und war erschrocken: „Es gab hier viel Resignation und Frust.“ Dabei sieht er Sinzig „keinesfalls am Boden. Meine Heimatstadt ist die schönste Stadt, und ich will, dass sie mehr aus sich macht.“ Es gebe „viele Ideen, Pläne, engagierte Leute. Aber es braucht dringend einen Plan, dass alles am Ende auch zusammenpasst.“

    Dafür brauche es „keinen Verwaltungsfachmann, sondern die gestalterische Seite muss ausgefüllt werden.“ Ruch weiß, dass ihm seine Konkurrenten Andreas Geron (unabhängig) und Martin Braun (CDU) in Sachen Verwaltungswissen etwas voraushaben. Aber: „Als Journalist begleite ich Verwaltung seit 30 Jahren kritisch und aufmerksam und weiß, wie schnell ich Wissen aufnehmen kann.“ Zudem gebe es gute Fachleute im Rathaus: „Da muss ich nicht alles besser wissen.“

    Entscheidend ist für ihn auch die Bürgerbeteiligung: „Als Bürgermeister möchte ich die Bürger mitnehmen und mit ihnen Sinzig weiterentwickeln.“ Dazu gehört auch der Flächennutzungsplan inklusive Baugebieten: „Es wird zu wenig vorausschauend agiert. Die jungen Leute sollen in ihrer Heimatstadt bleiben können.“

    Ruch spricht auch die Verzögerungen bei Quellensteg und Bahnhof an: „Ich glaube nicht, dass das alles so lange dauern muss, wenn man aktiv nachhakt.“ In drei Jahren Bürgerforum hat er auch gemerkt: „Allein geht es nicht. Man braucht Unterstützung aus dem Rathaus. Man kann nur zusammen etwas Grundsätzliches bewegen. Genau das braucht Sinzig jetzt.“

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Zur Person: Manfred Ruch

    Manfred Ruch ist am 5. Dezember 1958 im Sinziger Franziskushaus geboren. Er arbeitet seit 31 Jahren als (leitender) Redakteur bei der Rhein-Zeitung.

    So war er einige Jahre Leiter der Mainzer Redaktion, ehe er 2009 zum Leiter der Zentralredaktion in Koblenz ernannt wurde und wenig später zum Stellvertretenden Chefredakteur. Nach 15 Jahren in der Fremde, vor allem in Mainz, ist er 2012 wieder nach Sinzig gezogen. In seiner Freizeit wandert Ruch gerne mit Lebensgefährtin Carola (freischaffende Kommunikationsdesignerin) und Hund Nico. Ruch kocht gerne, meist mediterran, und kauft dazu „alles frisch in Sinzig ein“. Er hat einen erwachsenen Sohn, der in München als selbständiger Übersetzer für IT-Technik arbeitet. jl

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