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Sinzig

Behördenposse beendet: Sinzig darf seinen Bahnhof jetzt weiter umbauen

Einige Monate hatte die Stadt Sinzig wegen einer peinlichen Behördenposse in der Luft gehangen: Jetzt geht es beim Bahnhofsumbau endlich weiter. In den nächsten Tagen soll der dringend erforderliche Bewilligungsbescheid in der Stadtverwaltung eintreffen. Das steilt das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium mit.

Endlich: Der Umbau des Sinziger Bahnhofs geht bald weiter.
Endlich: Der Umbau des Sinziger Bahnhofs geht bald weiter.
Foto: Jan Lindner

Damit kann die Stadt die Gewerke für den Bau des barrierefreien Zugang (dritter Bauabschnitt) ausschreiben. Erst wenn diese Arbeiten fast fertig respektive abgeschlossen sind, kann die Bahn die Bahnsteige an den Gleisen 1,2 und 3 auf 180 Metern um 55 bis 76 Zentimeter erhöhen. Diese Erhöhung muss bis allerspätestens Anfang Juni 2019 abgeschlossen sein. Sonst wird der Rhein-Ruhr-Express, die dann wichtigste Zugverbindung am Mittelrhein, nicht in Sinzig halten können. Mehr als 2000 Pendler wären davon täglich betroffen.

Wie das Verkehrsministerium mitteilt, kostet die barrierefreie Erschließung 1,6 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land rund 1,3 Millionen Euro. Der Bewilligungsbescheid wird vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) erlassen. LBM, Ministerium und Landesrechnungshof hatten zuletzt durch ein langwieriges Hickhack dafür gesorgt, dass der Zeitplan beim Bahnhofsumbau arg ins Stocken geraten ist. Über Monate hatten sich die Behörden die Zuständigkeiten hin- und hergeschoben – und so wertvolle Zeit verschwendet.

In diesem dritten Abschnitt soll die Personenunterführung unterhalb des ehemaligen Empfangsgebäudes bis zum Bahnhofsvorplatz verlängert, ein Aufzug und eine Treppe am Vorplatz sowie ein Aufzug an der Ostseite des Bahnhofs eingerichtet werden. Im vierten und letzten Bauabschnitt erhöht die Deutsche Bahn Station und Service AG die Bahnsteige. Dazu wird die Beleuchtung erneuert, die Bahnsteigausstattung und auch die Personenunterführung.

Das Großprojekt Bahnhofsumbau, das insgesamt etwa 11 Millionen Euro schwer ist, begann im Jahr 2005. An der Westseite des Zugbahnhofs wurde am Vorplatz ein Busbahnhof errichtet. Dazu wurde die Eisenbahnstraße ausgebaut, es wurden Park-and-Ride-Parkplätze errichtet sowie Fahrradstellplätze und -boxen. Zudem wurde die Ostseite des Bahnhofs erschlossen durch die Verlängerung der Personenunterführung und den Bau einer Treppe.

Von unserem Redakteur Jan Lindner

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