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Kempenich

Baustelle: Ist jetzt das Dorffest in Gefahr?

Hans-Josef Schneider

Ist das Dorffest zum 925-jährigen Bestehen von Kempenich gefährdet? Als Mitte Juni mit dem Ausbau der Burgstraße begonnen wurde, war die Welt noch in Ordnung, der Zeitplan intakt, die Fertigstellung bis zum 1. September sichergestellt. Inzwischen gibt es eine fast dreiwöchige Verzögerung.

Nach einem mehrwöchigen Zwangsstopp wurde der Ausbau der Burgstraße inzwischen fortgesetzt.  Foto: Hans-Josef Schneider
Nach einem mehrwöchigen Zwangsstopp wurde der Ausbau der Burgstraße inzwischen fortgesetzt.
Foto: Hans-Josef Schneider

Die Ursache waren nicht Betriebsferien, wie manche vermutet hatten, sondern verkeimtes Wasser in der neu verlegten Rohrleitung. Das vom Versorger gelieferte Wasser war nachweislich in Ordnung. Die Krux: Die Leitung durfte erst wieder in Betrieb gehen, als die einwandfreie Wasserqualität gegenüber dem Gesundheitsamt nachgewiesen worden war. Und das war erst kürzlich der Fall. Inzwischen sind die Bauarbeiten wieder in vollem Gange. Offen bleibt dennoch die Frage, ob der Termin 1. September zu halten ist.

Ärger gibt es auch mal wieder mit Kinderspielplätzen. Bei dem im Tannenweg ist der Fallschutz bei der Schaukel nicht in Ordnung. Auch auf dem Abenteuerspielplatz im Steinrausch muss das Fallschutzmaterial an mehreren Geräten erneuert werden. Der dritte Versuch steht an. Zuerst hatte man sich für Mulch entschieden, dieser musste durch Holzhackschnitzel ersetzt werden. Und jetzt sind diese ins Visier der Prüfstelle geraten. Nun versucht man es mit Fallschutzkies. Immerhin müssen davon 130 Tonnen auf einem Vlies verteilt werden. Noch offen ist die Finanzierung.

Mit der Frage, ob das DSK-Verfahren bei der Sanierung von Dorfstraßen weiterhin Verwendung finden soll, wird sich am 23. August der Bauausschuss beschäftigen. Doch damit nicht genug: Er soll auch darüber entscheiden, was im Straßen- und Wegebau im kommenden Jahr realisiert werden soll. Folgende Projekte kommen infrage: Zufahrt von der B 412 zur Hardt (Hotel Kleefuß), Zufahrt zum Gewerbegebiet (hier ist eine Abstimmung mit der Ortsgemeinde Spessart notwendig), Ausbau der Brenker Straße in Engeln und Ausbau der Goldbachstraße (Planung). Ein weiteres Thema wird die Verkehrsberuhigung in der Beunstraße sein. Laut Ortsbürgermeister Stefan Friedsam wurden einige Arbeiten erledigt: in der Bernhardusstraße (Rinnsteine und Pflasterrinne mit geschätzten Kosten von 4900 Euro), im Wiesengrund (Straßeneinläufe und Schachtabsenkung mit Kosten von 2600 Euro), am Wendehammer im Raiffeisenring (mit Kosten von 4600 Euro).

Selbst mulchen oder die Arbeiten an eine Firma vergeben? Beide Varianten und deren Vor- und Nachteile kennt man jetzt in Kempenich. Noch einmal galt es Mulcharbeiten an den Wirtschaftswegen zu vergeben. Für Arbeiten auf rund 53 Kilometern zum jetzigen Zeitpunkt und auf weiteren 15 Kilometern im Herbst verlangt die beauftragte Firma Karl Gies aus Kesseling als preisgünstigster Anbieter knapp 6000 Euro. Finanziert wird es über Einnahmen aus der Jagdgenossenschaft. „Um dauerhaft handlungsfähig zu sein, sollten wir uns wieder ein eigenes Mulchgerät anschaffen“, regte der Ortschef an. Hierzu sollen im Haushalt 2019 die entsprechenden Mittel bereitgestellt werden. Mit diesem auf Flexibilität ausgerichteten Vorgehen erklärte sich der Gemeinderat einverstanden. Wenn in Kürze mit der Ortsgemeinde Spessart über einen gemeinsamen Bauhof gesprochen wird, soll auch die Nutzung von Gerätschaften ein Thema sein.

Am 21. Oktober steht die 66. Auflage der Mittelrheinischen Motorradgeländefahrt an. Hierzu erteilte der Rat die Erlaubnis zur Nutzung von gemeindlichen Feld-, Wald- und Wirtschaftswegen. Mit einem Zuschuss von jeweils 150 Euro werden auf Antrag hin der Männergesangverein und die Original Goldbachmusikanten bedacht. Dies auch vor dem Hintergrund, dass beide das kulturelle Dorfleben mit ihren Beiträgen tatkräftig unterstützen. Gleich mehrere Wortbeiträge gab es in der Einwohnerfragestunde. Die Poller an der Bäckerei Mannebach sollten wieder errichtete werden, um eine verkehrswidrige Benutzung des Weges als Abkürzung zu vermeiden.

Wildes Parken in der Beunstraße mache manchmal ein Ausweichen bei Gegenverkehr unmöglich, meinte ein Anlieger. Probleme mit dem DSK-Verfahren hatte jemand im Entenpfuhl ausgemacht. Oliver Schüller macht der neue Fahrplan Kopfzerbrechen. Wer eine Calvarienberg-Schule besuche und am Ende der fünften Stunde nach Hause wolle, habe jetzt schlechte Karten. „Der Bus fährt ab, wenn es klingelt, und ist daher nicht mehr erreichbar.“ Per Schreiben wird die Ortsgemeinde auf die Missstände hinweisen und um Abhilfe bitten.

Von unserem Mitarbeiter Hans-Josef Schneider

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