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Bad Kreuznach

So schlimm war's noch nie: Chaosmorgen im Steinweg

Der Steinweg im Kreuznacher Norden entwickelt sich immer mehr zur Straße des Schreckens – zumindest für einige Anwohner. Am Dienstagabend wurden im Zuge des neuen Verkehrskonzepts die Kiss-and-ride-Plätze im Steinweg in Höhe der Hofgartenschule eingezeichnet. Prompt brach am Mittwochmorgen das Chaos aus, was aus Sicht so mancher verärgerter Anwohner alles bisher da Gewesene locker in den Schatten stellte.

Barbara Kutsch, frühere Stadträtin der Grünen, schilderte die chaotischen Zustände und Szenen, die sich in der Zeit zwischen 7.45 und 8.10 Uhr abspielten, und hat sie mit Fotos dokumentiert: Anwohner kämen kaum noch aus der steilen Tiefgarage heraus, seit die Fahrbahn als Einbahnstraße deutlich verengt und gegenüber die insgesamt zehn Kiss-and-ride-Plätze angelegt wurden. Im Steinweg stauten sich die Autos teilweise bis in die Kreuzung mit der Hofgartenstraße zurück. Zumal aus den neuen Halteplätzen rückwärts ausgeparkt werden muss. Der ein oder andere versuchte, im Steinweg zu wenden und gegen die Einhanstraßenrichtung zurückzufahren. Und: "Niemand von der Stadt ließ sich in dieser Zeit vor Ort blicken, um sich das Chaos anzusehen", kritisiert sie. Rudi Beiser, bei der Stadt für Verkehrsangelegenheiten zuständig, kündigte aber gegenüber dem "Oeffentlichen" an, dass man dort in nächster Zeit verstärkt kontrollieren werde.

Kurz nach 9 Uhr kam Thomas Fischer von der Abteilung Tiefbau und Umwelt der Stadtverwaltung vorbei, der maßgeblich an dem neuen Verkehrskonzept mitgearbeitet hat. Er betont, die Markierungen an den Halteplätzen konnten wegen des Wetters noch gar nicht fertiggestellt werden.

Die Ausfahrt aus der Tiefgarage habe man im Selbstversuch mit einem SUV getestet. Zwar sei das Ausfahren nach links, in den Steinweg stadtauswärts, schwieriger als früher das Rechtsabbiegen – aber es gehe. Seit Jahren habe man nach einer Lösung für die Verkehrsproblematik im Bereich Hofgartenstraße und Steinweg mit zwei Grundschul- und Kitastandorten gesucht. Fischer weiß, dass es eine "optimale Lösung" nicht geben wird. Wenig Verständnis hat er aber dafür, dass die verschiedenen betroffenen Gruppen nur ihre eigenen Interessen im Blick haben und dagegen wettern. Dabei, so Fischer, beginne die auf ein Jahr angelegte Testphase doch erst jetzt mit der Fertigstellung der Kiss-and-ride-Plätze im Steinweg und der in der Hochstraße und Rüdesheimer Straße zwischen Reitschule und Kinscherfstraße in beiden Richtungen eingerichteten Tempo-30-Zonen. hg

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