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Kirn

Konkurrenz unter Unternehmen wird stärker

Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt bereitet dem größten Arbeitgeber in Kirn, der Simona AG, große Sorgen. Denn das Angebot an guten Schulabgängern wird dünner. Ausbilder Jürgen Heib berichtete beim Besuch des regionalen Arbeitskreises Schule/Wirtschaft: „Wer gut ist, hat eine Lehrstelle sicher. Die Besten sind schnell vom Markt abgegriffen.“

Kirn – Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt bereitet dem größten Arbeitgeber in Kirn, der Simona AG, große Sorgen. Denn das Angebot an guten Schulabgängern wird dünner. Ausbilder Jürgen Heib berichtete beim Besuch des regionalen Arbeitskreises Schule/Wirtschaft: „Wer gut ist, hat eine Lehrstelle sicher. Die Besten sind schnell vom Markt abgegriffen.“

Künftig werden Unternehmen untereinander verstärkt einen härteren Wettbewerb um Auszubildende führen müssen, daraus machte Heib keinen Hehl. Die Simona möchte ab 2012 ihr duales Studienangebot um einen technischen Gang erweitern, eigene Mitarbeiter fachlich und fachübergreifend extern schulen und speziell im Ingenieurswesen speziell ausbilden. Bisher beste Erfahrungen wurden mit dem Umweltcampus Birkenfeld gemacht. Das Unternehmen streckt auch die Fühler in Richtung Fachhochschulen Darmstadt, Kaiserslautern und Pirmasens aus.

„Die Ausbildung hat einen hohen Stellenwert für uns. „Wir bieten in allen Lehrberufen optimale Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten“, heißt es bei der Simona AG. Neu ist ein Nachwuchsförderkreis. „Wer Leistung bringt, gewinnt“, sagt Hans Helmut Döbell, zuständiger Cheflogistiker im Hauptlager.
2008 bildete Simona jährlich in den drei Jahrgängen insgesamt 62 Jugendliche aus, 2009 und 2010 waren es jeweils 54. „Wir hatten 55 Bewerbungen im gewerblichen Industriebereich, aber es mangelte an der Qualifikation. Man sollte einfachste Kreis- oder ein Dreieckflächen berechnen können“, stellt Jürgen Heib fest. Es bestünden Defizite an Allgemeinbildung. Desinteresse gegenüber dem Lehr- und Ausbildungsbetrieb sei nicht selten. Sich nicht mit dem künftigen Beruf auseinanderzusetzen oder im Vorfeld nicht einmal die Homepage des Unternehmens zu besuchen, sei ein Manko.
Schon jetzt werde frühzeitig über die Ausbildungsbörse hinaus mit der IHK quasi eine Art Schulpatenschaften angestrebt.

Bei der stark besuchten Betriebsbesichtigung durch den Arbeitskreises Schule/Wirtschaft wurde deutlich: In der Kirner Simona sind nach dem Krisenjahr 2009, mit einem Umsatzrückgang von 30 Prozent, nun Wirtschaftsaufschwung und Optimismus merklich spürbar. Nach einleitenden Informationen wurden die Produktionsstätten im Werk I Innenstadt und im Werk II Sulzbacher Straße sowie das Hochregallager in der Sulzbacher Wässerung besucht. Fazit von Gunnar Venter vom Arbeitskreis: „Es war selbst für Kirner hoch interessant, Strukturen und Arbeitsabläufe eines der größten Unternehmen der Region mit Weltruf kennenzulernen.“

So sah es auch Thomas Bursian von der Berufsbildenden Schule Kirn: Simona sei global unterwegs und biete „das Zeug zum ,Hidden Champion’ (heimlichen Gewinner)“. Eine Welt ohne Kunststoffe sei heute undenkbar, „die „Wirtschaft floriert, die Gewinne sprudeln wieder“, so Bursian.
Simona mit seinen 1240 Beschäftigten in sieben Tochterfirmen erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 215,1 Millionen Euro, erläuterte Personalchefin Helena Lau. Sie informierte unter anderem über die Historie des Unternehmens von der reinen Lederwarenfabrik zum Kunststoffexperten. hey

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