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    Bad Kreuznach

    Kitas im Kreis profitieren vom Betreuungsgeld – Familienpaten für Flüchtlingskinder gesucht

    Die Kindertagesstätten im Kreis profitieren von den Mitteln, die ursprünglich für das Betreuungsgeld vorgesehen waren, das vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde.

    Geld
    Foto: dpa/Jens Wolf

    Von unserer Reporterin Christine Jäckel

    Bis zum 31. August 2016 konnten die Träger der Einrichtungen Anträge einreichen. Das Gesamtantragvolumen der Anträge, die zum Teil nicht förderfähig waren, belief sich auf 1,33 Millionen Euro. Das Gesamtbudget, das 2016 zur Auszahlung kommt, beläuft sich auf 417 000 Euro, die aus Mitteln aus dem ersparten Betreuungsgeld an die Einrichtungen vergeben werden können.

    Dabei steht die Verbesserung der Betreuungssituation in den Kitas im Mittelpunkt. Hier gibt es insbesondere in den frühen Morgenstunden und spätabends Bedarf für Betreuungszeiten von Kindern berufstätiger Eltern. Ein Betrag von 100 000 Euro aus dem Gesamtbudget wird deshalb für zusätzliche Erzieher eingesetzt, um das Angebot der Ganztagsbetreuung zu verbessern.

    Ein Anteil von 20 000 Euro fließt in die Koordination der Betreuungsgeldmittel durch die zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes. Die restlichen 297 000 Euro erhalten die Kitas direkt zur Verbesserung ihrer Ausstattung in den Funktionen Essen, Spielen und Schlafen ausgezahlt, dabei liegt die Bezuschussung bei 80 Prozent.

    Weitere Mittel werden für Dolmetscherkosten oder für die Ausstattung von Tagespflegepersonen vergeben und für pädagogische Projekte. Derzeit erarbeiten die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes eine Übersicht der Kitas, die Anträge gestellt haben und jetzt bedacht werden. Die Liste wird auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht. Nicht förderfähig sind Anträge auf Zuschüsse für Instandsetzung, für Maßnahmen des Brandschutzes und des Gesundheitsamtes.

    Wenn eine Flüchtlingsfamilie einer Gemeinde zugewiesen ist, hat sie einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Am 31. Juli 2016 waren 139 Flüchtlingskinder registriert, die einen Anspruch auf Kitabetreuung hatten. Davon wurden zum Zeitpunkt der Befragung bereits 100 Kinder in 40 von insgesamt 68 Einrichtungen im Kreisgebiet betreut. Weitere 33 Kinder waren für einen Kitaplatz angemeldet, und sechs weitere Kinder waren auf Wartelisten für einen Kitaplatz vorgemerkt.

    Die Steigerung der Kinderzahlen verlief sprunghaft: Im April 2015 gab es 49 Kinder, im Oktober 2015 war die Zahl auf 66 gestiegen, und im Juli 2016 registrierte man 139 Kinder. Davon haben 115 Kinder einen Bedarf für Teilzeitbetreuung, und 24 nutzen oder wünschen Ganztagsbetreuung. In 28 Kitas gibt es Sprachförderkräfte, in elf Kitas sind Fachkräfte für interkulturelle Arbeit tätig.

    Das größte Problem im Alltag der Kitas ist die Kommunikation mit den Eltern. Die Einrichtungen haben Bedarf an ehrenamtlichen Übersetzern für die notwendigen Formalitäten, und die Familien benötigen Hilfe, um Angebote wie den Transport der Kinder zur Kita nutzen zu können. Dafür werden Familienpaten gesucht.

    Bad Kreuznach
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