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Bingen/Region

Genüsslich süffeln für den Guinness-Rekord

Rainer Gräff

Genießer sollten sich schon mal rechtzeitig nach einer Mitfahrgelegenheit, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder aber einem abstinenten Chauffeur umsehen: In Bingen steigt am Samstag, 4. August, unter dem Motto „4 Mal Genuss am Fluss“ die bislang größte und längste Weinprobe am Rhein. Die Ambitionen sind groß – das Ziel ist nicht geringer als ein Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde. Dafür wurde eifrig geplant und vorbereitet. Und das mit Erfolg. 70 Winzer haben ihre Zusage gegeben. Sie repräsentieren die vier Weinanbaugebiete, die bei Bingen zusammentreffen – eine Situation, die es sonst nirgendwo gibt.

Nach Herzenslust (und Geldbeutel) Probieren ist am 4. August bei „4 Mal Genuss am Fluss“ am Binger Kulturufer angesagt.  Foto: dpa
Nach Herzenslust (und Geldbeutel) Probieren ist am 4. August bei „4 Mal Genuss am Fluss“ am Binger Kulturufer angesagt.
Foto: dpa

Möglich macht dies der Ideengeber und Motor der Aktion, der Wein- und Genusscoach Michael Choquet aus Bingen. Durch seine vielfältigen Kontakte und fleißiges Rühren der Werbetrommel bei Winzern und deren Organisationen sowie bei den Städten und Kommunen in den Weinregionen kam die einmalige Zahl an Anbietern zusammen.

Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Rheingau sind also vertreten und wollen zeigen, wo die besten Tropfen wachsen. Die Probierstände werden von der Hindenburganlage/Rheinpromenade ab dem Restaurant Zollamt beim Alten Kran bis zur Alten Stadthalle aufgereiht stehen. An vier Eingängen werden die Besucher von den Helfern erwartet: Ehrenamtliche der Stadt Bingen, Mitglieder des Weinsenats Binger Mäuseturm und des Weilerer Weinkonvents sowie mehrere Stadtratsmitglieder haben sich bereit erklärt, die Veranstalter zu unterstützen. Für 5 Euro gibt es ein speziell hergestelltes und bedrucktes Glas zu erwerben, dazu wird eine Flasche Wasser gereicht – zum Ausschwenken der Gläser, denn es gibt keine Spülstationen und keinen Glaswechsel, sowie zum Neutralisieren der Geschmacksknospen. Und die bekommen einiges zu tun. Denn jeder der 70 Winzer, die zugesagt haben, bringt fünf Weine zum Verkosten mit. Die Proben müssen von den Besuchern extra gezahlt werden. Für Speisen sorgen die ansässigen Gastronomiebetriebe Zollamt, Vinothek und Riverside sowie ein Stand der Weinstube Schlösschen am Mäuseturm. Auch der Biergarten Ludwig IV. ist nur wenige Schritte entfernt. Ein Flyer listet alle anbietenden Winzer und deren Standort auf.

Eröffnet wird das Genussfestival am 4. August um 16 Uhr am Binger Lotsenhaus. Wie viele Gäste zu erwarten sind, das weiß niemand. 2500 Gläser werden hergestellt, die Winzer ergänzen dann bei Bedarf. Wichtig ist den Organisatoren, also Michael Choquet sowie Oberbürgermeister Thomas Feser und Tourismusamtsleiter Georg Sahnen, dass tatsächlich die 70 angekündigten Winzer parat stehen. Dann wird das Ganze notariell beglaubigt an die Anlaufstelle für das Guinness-Buch der Rekorde in England geschickt – und Bingen könnte mit diesem Ereignis echte (Wein-)Geschichte schreiben.

Von unserem Redaktionsleiter Rainer Gräff

Farbsystem erleichtert Orientierung - Nahe stark vertreten

Ein Farbleitsystem erleichtert im „4 Mal Genuss am Fluss“-Flyer die Orientierung. Jedem Weinbaugebiet ist eine Farbe zugeordnet: Grün für Rheinhessen, Rot für den Rheingau, Blau für die Nahe und Grau für den Mittelrhein. Bewusst werden die Winzer nicht nach Anbaugebieten gruppiert, sondern gemischt.

Großkellereien und Handelshäuser dürfen nicht teilnehmen. Die Nahe vertreten die Weingüter S. Bähr, Genheimer-Kiltz, Badischer Hof, Gälweiler, B. Schappert, M. Venter, Winzergenossenschaft Rheingrafenberg, A. Finkenauer, Merg-Frick, Barth, H. Krämer, R. Mindnich, Honrath, Ritter, Weinheimer Hof, J. Haas, Prinz Salm, Mayer, Fuchs-Jacobus, Keber-Kolling, Dreimädelhaus, Im Zwölberich, Achim Bauer und Brühler Hof. rg

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