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    Bei geplanter FTZ Rüdesheim nicht einbezogen? Feuerwehrleute der VG Bad Kreuznach sind enttäuscht

    VG Bad Kreuznach. Gegenwind für die Feuerwehr-technische Zentrale in Rüdesheim: Die Feuerwehrleute der VG Bad Kreuznach melden ihre Zweifel an.

    In Rüdesheim wird eine Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) entstehen. Hauptamtliche Gerätewarte sollen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute entlasten. Der Kreis (sechs Garagen für Spezialfahrzeuge und -gerät) und die VG Stromberg beteiligen sich. Und die VG Bad Kreuznach? Ja, sagt deren Politik um VG-Bürgermeister Peter Frey. Skeptisch sind dagegen die Feuerwehrleute um VG-Wehrleiter Bernd Vogel. Das ist einer Pressemitteilung von Montagnachmitag zu entnehmen.

    "Bereits seit einigen Wochen ist es ein viel diskutiertes und strittiges Thema: die Entscheidung der Beteiligung der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Rüdesheim", heißt es darin. Nun möchte sich die Wehrleitung der Verbandsgemeinde zusammen mit der Wehrführung der einzelnen Gemeinden ihre Sicht auf die Ereignisse darstellen: " Diese sowie viele ehrenamtliche Feuerwehrangehörige der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach fühlten sich von Bürgermeister Peter Frey und dem Verbandsgemeinderat durch die kürzlich getroffene Entscheidung der Beteiligung an der FTZ in Rüdesheim "im Stich gelassen". Seit nun mehr sieben Jahren wird bei den mehrmals jährlich stattfindenden Wehrführer-Dienstbesprechungen in Anwesenheit des VG Bürgermeisters Peter Frey über die Notwendigkeit eines hauptamtlichen Gerätewartes gesprochen. Das Ziel ist die Entlastung der ehrenamtlichen Wehrleute und Gerätewarte der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach. Dieser hauptamtlicheGerätewart wurde von VG Bürgermeister Peter Frey den örtlichen Wehren jahrelang in Aussicht gestellt. Nun stellte sich jedoch bei der jüngsten VG-Ratssitzung heraus, dass ein Antrag zur Schaffung einer solchen Stelle durch Herrn Frey nie an den Verbandsgemeinderat weitergeben wurde. Seit 2010 wurde die Infrastruktur der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde im Hinblick auf die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes massiv auf- und ausgebaut: Unter anderem wurden eine Schlauchwerkstatt in Pfaffen-Schwabenheim sowie eine Atemschutzwerkstatt in Frei-Laubersheim und deren notwendige spezielle Gerätschaften für viel Geld angeschafft. Bei einer Beteiligung an der FTZ würden diese eigens aufgebauten Werkstätten durch die neue technische Zentrale ersetzt. Es kommt nun unter den Feuerwehrangehörigen die Frage auf, was mit den teuren, vor nicht allzu langer Zeit angeschafften Geräten und Werkstätten passiert. Die Wehrführer hätten sich gewünscht, vor einer derartig weitreichenden Entscheidung frühzeitig mit ins Boot geholt zu werden. Was ist hier schiefgelaufen? Die Wehrleitung und die Wehrführer sehen in einem hauptamtlichen Gerätewart für die Verbandsgemeinde mehr Vorteile gegenüber der FTZ und haben versucht, dies dem Verbandsgemeinderat näher zu bringen: Zum Beispiel könnte der hauptamtliche Gerätewart tagsüber an Einsätzen teilnehmen und bei einem Fahrermangel auf den größeren Fahrzeugen einspringen. Die Vorteile der FTZ in Rüdesheim für die ehrenamtlichen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach sehen sie begrenzt. Viele Bereiche, wie zum Beispiel kleinere Kontrollen oder Sichtprüfungen nach Übungen oder Einsätzen, die ein hauptamtlicher Gerätewart vor Ort abarbeiten könnte, werden durch die FTZ Rüdesheim nicht abgedeckt, sondern müssen weiterhin von den ehrenamtlichen Gerätewarten geleistet werden. Dies war so nicht vorgesehen und würde nicht die nötige Entlastung der Ehrenamtler mit sich bringen. Zudem ist dieVerbandsgemeinde, aufgrund der bereits angesprochenen Werkstätten, in großen Teilen selbstständig und unabhängig. Die Wehrführung ist sich natürlich bewusst, dass ein hauptamtlicher Gerätewart innerhalb der Verbandsgemeinde in Zukunft nicht alle Aufgaben, die in der VG Bad Kreuznach anfallen, alleine bewältigen kann. Dazu müsste ein Bedarfsplan für die kommenden Jahre erstellt werden. Jedenfalls, so die Auffassung der Wehrleitung, wäre es kostengünstiger und praktikabler, einen hauptamtlichen Gerätewart in der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach einzustellen. Zumal die drei hauptamtlichen Gerätewarte, die in der FTZ Rüdesheim eingestellt werden sollen, bereits im Hinblick auf die dort zu leistenden Arbeiten überlastet erscheinen: Es muss für 1090 Feuerwehrleute regelmäßig Einsatzkleidung gereinigt werden, die insgesamt 186 Atemschutzgeräte müssen geprüft werden, an insgesamt 115 Fahrzeugen müssen in festgelegten Intervallen Geräteprüfungen stattfinden und die gesamte Schlauchpflege muss durchgeführt werden. Vergleicht man diese Anforderungen nun beispielsweise mit der Feuerwehr der Stadt Bad Kreuznach, so müssen die dort angestellten vier Gerätewarte circa ein Drittel der Gerätschaften prüfen, die in der FTZ mit drei Gerätewarten geprüft werden sollen. Dies scheint unvorstellbar und wird nur mit einer Kostenzunahme in der Zukunft zu realisieren sein. Daher stehen die Wehrführer der FTZ sehr skeptisch gegenüber und auch die Wehrleute haben Bedenken, ob dieses Konstrukt überhaupt zu einer spürbaren Entlastung für sie als Ehrenamtler führen kann. Diese Skepsis und die Vorteile eines eigenen hauptamtlichen Gerätewartes wurden versucht, an den Verbandsgemeinderat heranzutragen. Obwohl sich die gesamte Wehrleitung zusammen mit der Wehrführung geschlossen gegen eine Teilnahme an der FTZ aussprach, stimmte der Verbandsgemeinderat mit deutlicher Mehrheit für die Teilnahme. Vor allem für die Wehrleitung und die Wehrführer ist das ein Schlag ins Gesicht, und sie sind enttäuscht von Bürgermeister Frey und der Entscheidung des Verbandsgemeinderates. Für die Feuerwehrangehörigen stellt sich die Frage, warum sich Bürgermeister Frey, trotz dieser klaren Haltung gegen eine Teilnahme an der FTZ, nicht hinter seine Verbandsgemeinde-Feuerwehren stellt. Quer stellen möchten sich die Wehrleitung und die Wehrführer allerdings nicht, sondern wären gerne bereit, gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden."

    Bad Kreuznach
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