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Bad Kreuznach

Angebot fürs Bäderhaus, doch "Mister X" hat andere Pläne

Der berühmte "Mister X", jedenfalls wenn man darunter einen potenziellen Investor oder privaten Betreiber für die Kreuznacher Saunalandschaft Bäderhaus versteht, ist auch diesmal nicht aufgetaucht.

Die Zukunft des Bäderhauses im Kurviertel ist weiter offen.
Die Zukunft des Bäderhauses im Kurviertel ist weiter offen.
Foto: privat

Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

Die nicht öffentliche gemeinsame Aufsichtratssitzung von Bad GmbH und der Gesellschaft Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach (GuT) am Mittwoch fand ohne ihn statt. Wohl aber tauchte ein anderer "Mister X" auf, der etwas zum Bäderhaus sagen konnte, sprich seine Ideen für eine Umnutzung der Wellnesseinrichtung präsentierte.

In der gemeinsamen Sitzung ging es um die Neuordnung und Entwicklung der Bad Kreuznacher Kur, Bäderlandschaft und des Tourismus sowie ein Gesamtkonzept dafür. Ein Thema: der Masterplan Salinental; ein anderes – und das deutlich "heißere Eisen": die Zukunft des defizitären Bäderhauses. Es muss nach Informationen des "Oeffentlichen" eine ziemlich unerquickliche Sitzung gewesen sein, die einmal mehr gezeigt hat, wie sehr das Verhältnis zwischen Bad-Aufsichtratsvorsitzendem Bürgermeister Wolfgang Heinrich und der CDU zerrüttet ist. Heinrich war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Zwar gibt es keinen Käufer für die Einrichtung, offenbar liegt aber seit vergangenen Freitag ein Angebot von einem privaten Dienstleister vor, den Betrieb zu führen. Konkrete Zahlen oder Angaben dazu gab es jedoch bislang nicht.

In der Bad GmbH ist man sich einig darin, dass eine Saunalandschaft für ein Heilbad und eine Kurstadt wie Bad Kreuznach unverzichtbar ist. Auch SPD und CDU haben sich öffentlich für einen Erhalt der Einrichtung ausgesprochen. Der Stadtrat hatte der Badgesellschaft aber schon vor zwei Jahren den Auftrag gegeben zu prüfen, ob das Bäderhaus privatisiert werden kann. Heinrich wiederum favorisiert eine andere "Lösung": Er will das Bäderhaus aufgeben und das unter Denkmalschutz stehende Gebäude "umnutzen" – etwa für Wohnungen, eine medizinische Klinikeinrichtung oder eine Kombination aus beiden. Daran hält er fest. Viele Freunde wird er sich damit nicht gemacht haben. Die Kritik daran ist deutlich vernehmbar. Denn dann müsste auch ein Ersatz für das Bäderhaus her. Als einzigen Platz dafür, und den hat Heinrich wohl im Blick, bliebe im Kurviertel nur der Bau einer Sauna im Kurpark zwischen Solezerstäuber, Gradierwerk und Wassertrete. Diese müssten dann verlegt werden.

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