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Mittelrhein

Zweckverband für Bewerbung: Welterbe will die Buga 2031 [mit Video]

Einen wichtigen Schritt für die Entwicklung des Welterbes Oberes Mittelrheintal hat der Zweckverband, in dem die Länder und Kommunen von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz zusammenschlossen sind, im Binger Kulturzentrum gemacht: Die Versammlung stimmte am Montagabend mit 98,4 Prozent (182 Ja, 3 Nein) für die Bewerbung zur Buga 2031.

Mehr als eine Blumenschau: In die Buga 2031 setzt der Mittelrhein – hier in Oberwesel mit Blick auf die Schönburg – große Hoffnungen.
Mehr als eine Blumenschau: In die Buga 2031 setzt der Mittelrhein – hier in Oberwesel mit Blick auf die Schönburg – große Hoffnungen.

Auch der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG), Jochen Sandner, ist sich sicher, dass damit die Buga 2031 in greifbare Nähe gerückt ist: „Bereits am 16. Mai werden Vertreter der DBG ins Mittelrheintal kommen, um sich vor Ort von der Bewerbung zu überzeugen.“ Der Zuschlag wird in diesem Sommer erwartet.

Regionalentwicklung

In die Regionalentwicklung im Zuge des Großprojekts werden viele Hoffnungen in dem überwiegend strukturschwachen Welterbe gesetzt. Dazu zählen auch eine bessere Infrastruktur, qualitativ hochwertiges Gastgewerbe und digitale Hochgeschwindigkeitsnetze. „Mit Investitionen in unsere Heimat eine sichere Zukunft schaffen – darin liegt für mich das Bestreben der heutigen Beschlussfassung“, erklärte Innenminister und Buga-Initiator Roger Lewentz (SPD), „Unser Ziel ist es, dass für internationale Touristen der Besuch im Mittelrheintal so selbstverständlich ist, wie ein Besuch am Brandenburger Tor oder im Heidelberger Schloss.“

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Länder tragen Löwenanteil

Rund 108 Millionen Euro wird die Buga 2031 laut einer Machbarkeitsstudie voraussichtlich kosten. Dazu steuert Rheinland-Pfalz 48,6 Millionen Euro bei, Hessen 6,3 Millionen Euro. Etwa 14,4 Millionen Euro übernehmen die fünf Landkreise und 52 Kommunen auf dem 67 Kilometer langen Rheinabschnitt. Weitere 38,7 Millionen Euro sollen bei geschätzt 1,8 Millionen Besuchern eingenommen werden. Die Studie sieht vor, das Tal im Veranstaltungsjahr in drei saisonale Schwerpunktregionen aufzuteilen. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sollen Buga-Ausstellungsschiffe und Wassertaxis auf dem Rhein sein.

Buga 2031 GmbH wird gegründet

Einige Kritiker vermissen absolute Höhepunkte (Ikonen) der Buga 2031, wie es etwa die Seilbahn für die Buga 2011 in Koblenz war. Doch diesen Part haben die Autoren der Machbarkeitsstudie bewusst den Profis einer künftigen Buga 2031 GmbH überlassen, die im kommenden Jahrzehnt mit Gestaltungswetterbewerben zeitgemäße Projekte entwickeln wird. Die Gesellschaft will der Zweckverband gemeinsam mit der DBG und den Ausstellerkommunen in diesem Jahr gründen. Die GmbH soll 2022 ihre Arbeit aufnehmen. Bis dahin übernimmt die Entwicklungsgesellschaft Rheinland-Pfalz die Geschäftsführung.

Andreas Jöckel

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