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    Lahnstein

    Wehr muss mehrfach ausrücken: Brandstifter wieder unterwegs

    Was für ein arbeitsintensives Wochenende für die Feuerwehr: Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Wachen Nord und Süd mussten zwischen Freitag- und Sonntagabend bei nahezu tropischen Temperaturen zu insgesamt acht Einsätzen ausrücken. Dank ihrer Hilfe wurde niemand verletzt, auch größere Sachschäden blieben diesmal aus.

    Von unserem Redakteur Tobias Lui

    "Es war gut was zu tun", berichtete der stellvertretende Wehrleiter Sascha Lauer am Montagmorgen gegenüber unserer Zeitung. Durchatmen war angesagt für Lahnsteins Wehrleute, hinter denen ein arbeitsreiches Wochenende bei Temperaturen von mehr als 35 Grad lag. Ausgelöste Brandmeldeanlagen, leichtsinnige Schwimmer und ein oder mehrere Brandstifter hielten die Einsatzkräfte gewaltig auf Trab.

    Allein vier Mal alarmierten Brandmeldeanlagen die Feuerwehrleute, zum Glück waren diese jeweils rechtzeitig vor Ort, bevor sich ein Gefahrenherd hätte entwickeln können. Am Samstag lautete die Alarmierung gleich zwei Mal "Wasserrettung": Einmal wurden die Lahnsteiner zur Unterstützung zur Kronprinzenbrücke nach Urmitz gerufen, zwei Schwimmer im Rhein waren gemeldet worden. Gefunden wurde niemand, vermisst allerdings auch nicht. Auch zwischen Braubach und Oberlahnstein wurde eine Person im Rhein gemeldet – als die Wehrleute eintrafen, war niemand aufzufinden. Auch hier gibt es keine Vermisstenmeldung, sodass sich die Person selbst in Sicherheit gebracht haben dürfte.

    Auch die unsägliche Serie von Brandstiftungen hat am Wochenende ihre Fortsetzung gefunden: Insgesamt 28 Einsatzkräfte mussten einen brennenden Holzstapel in Höhe des alten Trimm-dich-Pfades (Nähe Ruppertsklamm) löschen. Noch schwieriger war es, die Flammen in einem Steilhang zwischen Ruppertsklamm und Lichterkopf in den Griff zu bekommen – 36 Wehrleute waren damit beschäftigt. "Das größte Problem für uns dort oben ist die Wasserversorgung", so Lauer zu den schwierigen Arbeitsbedingungen. "Zum Glück haben wir das Feuer aber in den Griff bekommen." Rund 100 Quadratmeter standen in Flammen – warum, kann der stellvertretende Wehrleiter nur vermuten: "Es sieht wieder stark nach Brandstiftung aus", sagt Lauer und verweist auf die Ermittlungen der Polizei. Diese geht ebenfalls von Brandstiftung aus, sagt Hans-Werner Häring, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion. "Die Ermittlungen laufen in diese Richtung." In dem weitläufigen Gebiet zwischen Lichterkopf und Ruppertsklamm hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder ähnliche Brände gegeben. So kokelte Mitte Juli auf der Zuwegung zur Ruppertsklamm ein am Wegesrand aufgestellter Holzstapel. Anfang August wurden das Dach und ein Tischbein der Schutzhütte am Aussichtspunkt Mehrsberg durch Brandlegung beschädigt. Vor Wochenfrist dann brannte ein Baumstumpf oberhalb des Lichterkopfs. "Es häuft sich", sagt Häring. "Wir müssen schauen, welche Maßnahmen nötig sind, um den oder die Brandstifter zu ermitteln."

    Das große Problem für die Polizei sei die Größe des Lahnsteiner Stadtwaldes, "wir können schließlich nicht den ganzen Wald überwachen". Für die Lahnsteiner Feuerwehr bedeuten diese absichtlich gelegten Feuer eine zusätzliche Belastung. Nach dem zurückliegenden Marathonwochenende ist die Zahl ihrer Einsätze in diesem Jahr auf 213 gestiegen – und das bereits Ende August Normalerweise liegt die Zahl im gesamten Jahr bei rund 220 Einsätzen.

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