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Lahnstein

Sturm im Südwesten: Windböen halten Feuerwehr im Minutentakt auf Trab

Karin Kring

Alle Hände voll zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Lahnstein am Mittwochmorgen. Heftige Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h fegten über den Südwesten Deutschlands und betrafen auch den Rhein-Lahn-Kreis und die Stadt Lahnstein. Immerhin waren die Bevölkerung und die Einsatzkräfte vorgewarnt, denn die Wetterdienste hatten Stürme angekündigt.

Ganz schön ärgerlich: Auch Frank Webers 14 Meter hoher, geschmückter Weihnachtsbaum in Friedrichssegen fiel am Mittwochmittag den starken Windböen zum Opfer.  Foto: privat
Ganz schön ärgerlich: Auch Frank Webers 14 Meter hoher, geschmückter Weihnachtsbaum in Friedrichssegen fiel am Mittwochmittag den starken Windböen zum Opfer.
Foto: privat

Die erste Alarmierung erfolgte für die Feuerwehr Lahnstein gegen 6.15 Uhr, als umgestürzte Bäume gemeldet wurden, teilte Wehrführer Marcus Schneider mit. Danach ging es quasi im Zehn-Minuten-Takt weiter, bis gegen 9 Uhr insgesamt elf Einsätze abgearbeitet waren. Die rund 45 Wehrleute rückten unter anderem zum Allerheiligenberg aus, wo ein umgestürzter Baum die Straße blockierte, wie Einsatzleiter Sascha Lauer schilderte. Auch in der Straße Waldring blockierte ein entwurzelter Baum die Straße, in zwei Fällen stürzten kleinere Bäume auf geparkte Autos. Glücklicherweise wurde dabei aber niemand verletzt. Auch in der Johannesstraße stürzte ein Baum um, der von den Einsatzkräften der Feuerwehr mit Kettensägen zerteilt und weggeräumt wurde. „Gleichzeitig sorgte der Starkregen für eine Überflutung der Johannesstraße“, schildert Lauer. „Wir haben die Gullis geöffnet, damit das Wasser wieder abfließen konnte.“ Auf der Bundesstraße 260 in Höhe Friedrichssegen und am Forsthaus Lahnstein gab es einen weiteren Einsatz für die Lahnsteiner Wehr. Dasselbe Schadensbild: Bäume blockierten die Fahrbahn. Die Kollegen der Feuerwehr Bad Ems wurden ebenfalls unterstützt. Eine willkommene Angriffsfläche bot der lange Bauzaun am künftigen Rheinquartier in der Max-Schwarz-Straße, an dem sich der Wind austobte und die Einzelteile mächtig durcheinander wirbelte.

Als würde der Wind sich mit einem „Sorry“ entschuldigen: Den Rest des Werbeplakates, das am Bahnübergang in Lahnstein steht, sowie Bäume und Bauzäune hat es gestern am frühen Morgen mächtig durcheinandergewirbelt. Für die Feuerwehr gab es elf Einsätze. Foto:  Karin Kring
Als würde der Wind sich mit einem „Sorry“ entschuldigen: Den Rest des Werbeplakates, das am Bahnübergang in Lahnstein steht, sowie Bäume und Bauzäune hat es gestern am frühen Morgen mächtig durcheinandergewirbelt. Für die Feuerwehr gab es elf Einsätze.
Foto: Karin Kring

Ebenfalls im Einsatz waren die Mitarbeiter des Bauhofes, die zum Teil gemeinsam mit der Feuerwehr und im Nachgang alle Holzteile aufsammelten und entfernten. In der Feuerwache blieb man noch eine Weile in Bereitschaft – weitere Einsätze waren jedoch bis zum Abend nicht erforderlich, weil der Wind abschwächte. Dennoch forderte er ein weiteres Opfer: Lahnsteins höchster Weihnachtsbaum, den Frank Weber in seinem Hof in Friedrichssegen Ende November noch mit einer zauberhaften Lichtschau „inthronisiert“ hatte (wir berichteten), ist nicht mehr. „Nachdem der Wind am Morgen schon allen Schmuck und die Lichterketten zerstört hatte, fiel er am Mittag dann um“, bedauert ein frustrierter Frank Weber. Aufgeben will er aber nicht: Er will einen anderen Baum für seine Weihnachtsschau finden.

Lahnsteins Einsatzkräfte richten derweil den Blick auf die Lahn, die vor dem Wirtshaus bereits knapp über die Ufer getreten ist, und hoffen, dass es nicht zu einem größeren Hochwasser kommen wird.

Von unserer Redakteurin Karin Kring

Bad Ems Lahnstein
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