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Loreley

Neues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]

Für Bühnenpächter Ulrich Lautenschläger war es nicht nur ein Akt mit viel Symbolkraft, sondern auch ein sehr emotionaler Moment, als das erste Stück der Membran für das Zeltdach der neuen Loreley-Freilichtbühne auf die Stahlkonstruktion gehoben wurde: „Das fühlt sich schon ein bisschen an wie die Geburt eines Babys“, sagt er mit ein paar Freudentränen im Auge. „Wenn in zwei Jahren auch der benachbarte Kultur- und Landschaftspark fertig ist, sind wir alle auf der Loreley einen Riesenschritt vorangekommen.“

Lautenschlägers Erleichterung ist kein Wunder, denn seit sieben Jahren war die Ertüchtigung des denkmalgeschützten Amphitheaters im Eigentum der Stadt St. Goarshausen geplant, startete aber erst im Oktober 2016. Jetzt ist der erste Bauabschnitt fast fertig. Fast 6 Millionen Euro werden voraussichtlich investiert: eine neue Bühne, bessere Rettungswege, ein Eingangsgebäude, eine Tribüne für Rollstuhlfahrer und Kabelschächte sind nur einige der Verbesserungen. Die Kosten trägt zu 80 Prozent das Land, jeweils 10 Prozent die Stadt und die Pächterfirma Loreley Venue. Bis 3. Juni soll nun das symbolträchtige Zeltdach fertig sein. Am 4. Juni wird darunter der Welterbetag im Oberen Mittelrheintal gefeiert.

RockFels testet die Technik aus

Zwar wird nicht alles fertig sein – Rettungskräfte und Polizei können das Eingangsgebäude noch nicht beziehen, sondern werden mobil am Gelände untergebracht –, aber Geschäftsführer Lautenschläger ist zufrieden: „Wir können spielen, das ist die Hauptsache.“ Am 15. Juni startet die Saison mit dem Metalfestival RockFels. Dann wollen die Veranstalter die technischen Möglichkeiten der neuen Bühnenkonstruktion, die bis zu 30 Tonnen Licht- und Soundtechnik tragen kann, schon voll austesten. An beiden Seiten gibt es Vorrichtungen für große Monitore. Schon gespannt auf die neue Bühne im historischen Ambiente sind auch die Fantastischen Vier, die am 30. Juni auf die Loreley kommen. Die größere Showfläche, die nun auch den Blick auf die hinteren Steintreppen freigibt und freie Sicht von allen Plätzen garantiert, wird vor allem beim Loreley-Tattoo mit den großen Showbands am 5. August ihre volle Wirkung entfalten.

Stück für Stück

Die Industriekletterer zurren nun in den kommenden Tagen die Membran aus Polyester mit PVC-Beschichtung Stück für Stück von oben nach unten fest. Rund 1300 Quadratmeter nimmt die Dachfläche mit der sattelförmigen Wölbung ein. Ein Quadratmeter der Membran wiegt 1,3 Kilogramm. Für Montageleiter Johann Maier, der schon große Stadien überdacht hat, ist die Loreley eher ein kleines, aber feines Projekt: „Manchmal muss man auch etwas bauen, das einem nicht gefällt. Aber das hier ist wirklich wunderschön.“

Gegen Sturm und Regen sollte die Konstruktion aus 200 Kubikmeter Stahl und Beton ausreichend geschützt sein. Laut Bauherr und Stadtbürgermeister Manfred Baumert erfolgt die Entwässerung über ein Zweirohrsystem und zwei Regenrückhaltebecken.

Backstage bleibt Provisorium

Laut Grundsatzbeschluss des Stadtrates ist in den kommenden Jahren der zweite Bauabschnitt geplant. Dann soll der Backstagebereich mit Büros und Künstlergarderobe angegangen werden. Bislang stehen dafür provisorische Container bereit. Dazu muss aber erst die weitere Finanzierung inklusive möglicher Landeszuschüsse geklärt werden.

Mehr zum Sommerprogramm 2017 unter www.loreley-freilichtbuehne.de

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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