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Mittelrhein

Nach Unwetter am Mittelrhein: Angst vor weiteren schweren Regengüssen

Die Lage bleibt nach den heftigen Unwettern im Rhein-Lahn-Kreis vor allem in der Verbandsgemeinde Loreley angespannt. Verwaltung und Einsatzkräfte hoffen laut Bürgermeister Werner Groß vor allem, dass es in den kommenden Tagen keine weiteren Starkregen gibt.

Tag zwei nach dem schweren Unwetter: In der Burgenstraße in Kamp-Bornhofen klafft ein großes Loch.
Tag zwei nach dem schweren Unwetter: In der Burgenstraße in Kamp-Bornhofen klafft ein großes Loch.
Foto: Andreas Jöckel

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Denn dann könnten einige Gefahrenstellen wieder zu massiven Problemen führen. Oberhalb von St. Goarshausen-Wellmich droht noch immer das Tennisheim in ein Erdloch zu stürzen, das der Wellmicher Bach aufgerissen hat. Würde dieses Loch von den Gebäudetrümmern verschlossen, bestünde die Gefahr, dass erneute Wassermassen auf voller Breite unkontrolliert ins Tal schießen. Die Verwaltung hat Ingenieure damit beauftragt, das Gebäude und die Umgebung zu untersuchen, wie das Haus abgesichert werden kann. Es könnte auch sein, dass das Tennisheim kontrolliert abgerissen werden muss.

Mit dem Schrecken davongekommen sind zunächst Erika und Franz-Josef Weber, die in der Burgenstraße in Kamp-Bornhofen das Hotel „Landhaus Sonnenhang“ mit der dem idyllischen Restaurant „Klosterstube“ betreiben. Am Straßenrand sowie in einer Einfahrt zwischen dem Hotel und einem benachbarten Wohnhaus wurde durch eine Unterspülung ein mehrere Meter breites Erdloch aufgerissen. Aufgrund der Hanglage wurde ein Abrutschen der Häuser befürchtet, weshalb die Verwaltung die Schließung des Hotelbetriebs für eine Nacht anordnete. Die Buchungen wurden über das digitale Reservierungssystem storniert. Am Dienstag durfte das Hotel wieder öffnen.

Oberhalb der Grundschule in Dahlheim, die in der Nacht von Sonntag auf Montag von einer Flut überschwemmt worden war, haben bislang die Dämme an vier übereinander gereihten Fischteichen gehalten. Ortsbürgermeister Dennis Maxeiner befürchtet, dass diese bei weiteren Regenfällen brechen und sich eine weitere Flut über Schule und Sportplatz ergießt. Arbeiten an den Dämmen sind jedoch erst möglich, wenn sich die Lage weiter entspannt hat. Die Böden der Dahlheimer Schule werden untersucht, inwieweit sie durch die Feuchtigkeit beschädigt wurden. Wenn der Unterricht weitergeht, wird eine Klasse voraussichtlich ins Gemeindezentrum ausgelagert, um Reparaturarbeiten durchführen zu können.

Kommt jetzt noch ein Rhein-Hochwasser?

Nachdem die B 42 sowie die meisten gesperrten Straßen wieder befahrbar waren, waren viele Menschen noch dem Reinigen ihrer Keller beschäftigt. Unterdessen stieg die Angst vor erneuten Regengüssen und anschwellenden Bächen sowie vor einem möglichen Rhein-Hochwasser. Laut aktueller Vorhersage der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sollen die Pegel bis zum heutigen Mittwoch noch etwa einen halben Meter steigen. Zwar wäre dann bis zu Überschwemmungen am Rhein immer noch Luft nach oben, aber bei erneuten Regenfällen könnten auch hier bereits kritische Werte erreicht werden.

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