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Nassau

Leifheit korrigiert Prognose: Umsatz und Gewinn sinken

Die Wachstumskurve der Nassauer Leifheit AG erhält derzeit einen Knick. Für die ersten drei Quartale 2017 verbucht der Konzern einen Umsatzrückgang von 1,1 Prozent auf 177,5 Millionen Euro gegenüber 179,5 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Jahres 2016. Nachdem im zweiten Quartal die Rückstände des ersten Quartals 2017 aufgeholt worden waren, hat sich das dritte Quartal schwächer als erwartet entwickelt, teilte das Unternehmen mit.

Der Vorstandsvorsitzende des Haushaltswarenherstellerers Leifheit, Thomas Radke, führt am Hauptsitz des Unternehmens in Nassau einen Wäschetrockner vor. Archivfoto: Thomas Frey/dpa
Der Vorstandsvorsitzende des Haushaltswarenherstellerers Leifheit, Thomas Radke, führt am Hauptsitz des Unternehmens in Nassau einen Wäschetrockner vor. Archiv
Foto: Thomas Frey/dpa

Der Umsatzrückgang wirkt sich auch auf das Bruttoergebnis aus. Es sank in den ersten drei Quartalen um 3,5 Prozent auf 82 Millionen Euro und liegt damit fast drei Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 4,4 Millionen auf 11,3 Millionen Euro zurück. Das ist ein Minus von fast 28 Prozent. Nach Steuern beträgt das Periodenergebnis 7,4 Millionen Euro; vor Jahresfrist standen noch 10,2 Millionen Euro zu Buche. Auch hier ist ein Rückgang von rund 28 Prozent zu verzeichnen. Als Gründe gibt Leifheit unter anderem einmalige Aufwendungen für die Neuordnung des Vertriebs sowie die Abwertung des US-Dollars an.

Als stabiles Rückgrat erweist sich für Leifheit weiterhin der heimische Markt. In Deutschland steigerte man den Umsatz in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent auf 77,2 Millionen Euro. Das Auslandsgeschäft war einerseits durch ein Plus von 9,4 Prozent auf 19,3 Millionen Euro in Osteuropa geprägt. Doch dies konnte den rückläufigen Umsatz in Zentraleuropa nicht ausgleichen. Dort gab der Umsatz um 7,2 Prozent auf 74,6 Millionen Euro nach. Insgesamt erreichten die Umsätze im Ausland 100,3 Millionen nach 105,1 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2016.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den seit 2015 eingeschlagenen strategischen Maßnahmen und der jüngst vorgenommenen Neuorganisation im Vertrieb wieder auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs kommen werden“, sagt Thomas Radke, Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG. Man halte an der bisherigen Dividendenpolitik fest und werde im Frühjahr 2018 eine Basisdividende vorschlagen, die unverändert stabil bleibt gegenüber der zuletzt ausgeschütteten Basisdividende. Die in den vergangenen Jahren zusätzlich gezahlte Sonderdividende findet in der aktuellen Pressemitteilung der Leifheit AG keine Erwähnung.

Nachdem die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2017 bereits im September heruntergeschraubt wurden, erfährt die Prognose nun erneut eine Korrektur nach unten. Aktuell geht man bei Leifheit davon aus, beim Umsatz das Niveau von 2016 erreichen zu können. Ursprünglich war ein Wachstum von 3,5 bis 4,5 Prozent geplant. Auch die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wurde gesenkt: Statt abgestrebter 22,1 Millionen dürften es 2 bis 3 Millionen Euro weniger werden. crz/red

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