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Lahnstein

Feuerwehreinsatz in Lahnstein: Wohnhaus in der Johannesstraße stand in Flammen [Update]

Karin Kring

Glück im Unglück hatten am späten Dienstagabend die Bewohner eines Hauses in der Johannesstraße: Als in der Wohnung in der ersten Etage ein Feuer ausbrach, konnten sie sich über das Dach des Hinterhauses ins Freie retten. Denn auch im Treppenhaus hatte die Holztreppe bereits Feuer gefangen. Sechs Personen, darunter zwei Kinder, wurden vom Rettungsdienst ärztlich versorgt und mit Verdacht auf Rauchvergiftung in Koblenzer Krankenhäuser gebracht. Ihr Zustand sei aber nicht kritisch, so war von den Einsatzkräften zu erfahren.

Der Brand hat großen Schaden angerichtet. Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.
Der Brand hat großen Schaden angerichtet. Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.
Foto: Karin Kring

Die Feuerwehr Lahnstein war gedanklich noch beim Hochwassereinsatz der vergangenen Tage, als der Alarm gestern Abend kurz nach 20 Uhr einging: „Wohnhausbrand mit Menschenrettung“. Zwei Löschzüge aus beiden Wachen machten sich sofort auf den Weg und sahen am Einsatzort in der Johannesstraße Flammen aus den Fenstern im ersten Stock schlagen. Ein Vollbrand.

Die Feuerwehr kämpfte gegen die Flammen.
Die Feuerwehr kämpfte gegen die Flammen.
Foto: Karin Kring

Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits niemand mehr im Gebäude. „Sicher können wir da aber nie sein“, sagte Wehrleiter Marcus Schneider. Also begann die Suche. Mit Atemschutzgeräten und C-Rohren rückten sie durch den Hauseingang vor, kämpften von unten mit Wasser gegen die Flammen, von oben über die Drehleiter wurde durch die Fenster mit Lampen nach weiteren Bewohnern gesucht. Es war niemand mehr da.

Die Hausbewohner kamen vorsorglich in umliegende Krankenhäuser.
Die Hausbewohner kamen vorsorglich in umliegende Krankenhäuser.
Foto: Karin Kring

Inzwischen hatte die Polizei die Kreuzung Brückenstraße Johannesstraße gesperrt. Aus der Johannisstraße kamen ohnehin keine Fahrzeuge, denn dort stand noch das Hochwasser. Was, wenn dieser Brand mitten im Hochwassergebiet ausgebrochen wäre. Eine Frage, die deutlich machte, wie wichtig eine Notversorgung im Hochwasserfall ist.

Gegen 21 Uhr war das Feuer gelöscht. Noch einige Stunden dauerte die erforderliche Nachsuche nach Glutnestern. Mit insgesamt 44 Leuten war die Feuerwehr im Einsatz, hinzu kamen DRK, Polizei, Kripo. Die Brandursache stand am Dienstagabend noch nicht fest.

[Update, 11.12 Uhr:] Am Mittwochmorgen schätzte die Polizei den Sachschaden auf etwa 100.000 Euro. Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar.

Von unserer Redakteurin Karin Kring

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