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Kaub

Digitales Zeitalter hält Einzug ins Blücher-Museum

Im Blücher-Museum in Kaub läuft die erste digitale Archivierung der Ausstellungsstücke.

Kaub – Im Blücher-Museum in Kaub läuft die erste digitale Archivierung der Ausstellungsstücke.

 

91,5 Zentimeter lang ist der französische Garde-Offiziers-Säbel und 790 Gramm schwer. Die alte Karteikarte beschreibt auch die Hohlkehle in der Klinge und eine Gravierung. Im Februar 1980 wurde die Waffe mit Stahlwolle nachpoliert, damit sie den Besuchern im Kauber Blücher-Museum einen authentischen Anblick bietet. Nun ist sie im Rahmen von Inventur und Archivierung ganz genauen Blicken ausgesetzt.
Dieter Weber und seine Vorstandskollegen vom 1982 gegründeten Förderverein des Museums fotografieren die meisten der Exponate aus der Zeit der Befreiungskriege sogar. Der Garde-Offiziers-Säbel aus Napoleons Armee ist etwa neben einem Zollstock zu sehen, der vom Kauber Pegel stammen könnte. Außerdem ist eine Tafel mit der Kennzeichnung „BMK: 10_0224“ mit abgebildet.
Die Buchstaben bilden die Abkürzung für „Blücher-Museum Kaub“ und die 10 weist auf das aktuelle Jahr hin. Danach folgt eine laufende Nummer. Die Helfer werden noch viele dieser Nummern vergeben. „Wir müssen alles noch mal in die Hand nehmen“, erklärt Weber. 700 bis 800 historische Objekte besitzt das Museum in der Metzgergasse. „Da geht ein ganzes Jahr drauf“, schätzt der stellvertretende Förderverein-Vorsitzende.
Wohl 1000 bis 1500 Arbeitsstunden werden er sowie Gregor Perscheid und Jörg Dillenberger für die Archivierung aufbringen, die erstmals digital erfolgt. Zuletzt hatte eine Gruppe um den legendären Museumsleiter Bruno Dreier in den 80er-Jahren noch auf Schreibmaschine und Handschrift vertraut. „Was wir nicht scannen, fotografieren wir“, sagt Weber heute. 3000 Aufnahmen werden zusammen kommen.

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochausgabe der Rhein-Lahn-Zeitung.

 

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