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Niederschelderhütte

Reichlich Dampf beim Rock an der Sieg

„Einmal im Jahr muss laute Musik einfach sein.“ Klaus Schweisfurth, Mitglied des Jugendausschusses für „Rock an der Sieg“, sprach den vielen Hundert Besuchern des Festivals auf dem Gelände der Erzquell-Brauerei sicherlich aus den Herzen. Gerade rockte auf der Bühne die Pogues-Coverband The Rogue From County Hell – nur eine von acht Gruppen, die am Freitag und Samstag die Fans in Niederschelderhütte begeisterten.

Niederschelderhütte – „Einmal im Jahr muss laute Musik einfach sein.“ Klaus Schweisfurth, Mitglied des Jugendausschusses für „Rock an der Sieg“, sprach den vielen Hundert Besuchern des Festivals auf dem Gelände der Erzquell-Brauerei sicherlich aus den Herzen. Gerade rockte auf der Bühne die Pogues-Coverband The Rogue From County Hell – nur eine von acht Gruppen, die am Freitag und Samstag die Fans in Niederschelderhütte begeisterten.

 

Insgesamt hatten sich 32 Bands für eine Teilnahme bei „Rock an der Sieg“ beworben – ein Indiz dafür, dass vonseiten der Künstler großes Interesse am Festival besteht. Gleiches gilt aber auch für die Musikfans aus der Region: Bereits am Freitag zählten die Veranstalter rund 500 Besucher. Erstmals dauerte „Rock an der Sieg“ zwei Tage – wohl eine Entschädigung für all jene, die es bedauert hatten, dass die Veranstaltung im vergangenen Jahr nicht stattfand. Es waren nicht wenige, so berichtet Schweisfurth, die im Vorfeld an ihn und sein Team mit der Bitte auf eine Neuauflage des Rockspektakels herangetreten waren.

Kein Wunder, denn was dem Publikum diesmal an zwei Tagen geboten wurde, stand den großen und bekannten Festivals, die auch mit „Rock“ beginnen, kaum nach. „Wir hatten schon viele Bands, die hier auftraten, bevor sie bekannt wurden“, erzählt Schweisfurth und verweist auf Hörgerät, Lucy In The Sky oder auf Destination Anywhere, die kürzlich gar bei „Rock am Ring“ auftreten durften.

„Rock an der Sieg“ indes bietet kleinen, lokalen Bands die Chance, Bühnenluft zu schnuppern. So, wie die fünfköpfige Combo KnallHeinz, die in Anzug, Krawatte und Butleroutfit den gleichermaßen überraschendsten wie wohl genialsten Auftritt hinlegte. Seit 2009 machen Alexander Heinz, Andreas Pfeiffer, Christian Griffel, Moritz Kappes und Sebastian Weide als KnallHeinz mit selbst verfassten Liedern und deutschen Texten ihrem Namen alle Ehre. Eine Mischung aus progressiven, rockigen, poppigen und funkigen Elementen charakterisiert ihren Stil. Ihr Fazit zum Auftritt bei „Rock an der Sieg“: „Es war richtig geil.“
Weitaus rockiger ging es dann bei Five Days and Farewell und anschließend bei Metakilla zu. Chris Beck, Thorsten Petry, Alex Petry und Kai Schindler bildeten das Quartett, das kurz vor Mitternacht die Bühne erbeben ließ. Sie bezeichnen sich selbst als Tributeband an Metallica, doch die seit rund zehn Jahren zusammenspielenden Musiker vereinen die harten Riffs und Drumeinlagen der US-Band durchaus mit ihrem eigenen Stil. Und natürlich durfte beim Auftritt an der Sieg die Ballade „Nothing else matters“ nicht fehlen.

Reichlich Abwechslung für die Ohren gab's am Samstag: Die Brucher Blues Band und Back On The Road vermischten Blues mit rockigen Einlagen. Eine Familientradition setzte gewissermaßen Steffi Preußer fort: Zwei Geschwister der Mudersbacher Frontfrau von Piece Of Janis traten schon bei „Rock an der Sieg“ auf – nun folgte Steffi mit ihrer eindrucksvollen Reminiszenz an Janis Joplin. Lautstark wurde nach einer Zugabe verlangt. Piece Of Janis haben kürzlich ihre eigene Platte aufgenommen – sie erscheint im Herbst. Die sechs Musiker von AC/BC, die nicht nur dem Namen nach gravierende Ähnlichkeit mit AC/DC besitzen, brachten mit ihrer Bühnenperformance, dem harten Gitarrenspiel – frei nach Angus Young – und dem gepressten Gesang die Fans zum Mitsingen, Mitrocken und Headbangen – insbesondere zu den Songs der Brian-Johnson-Ära von AC/DC.

Und auch wenn wetterbedingt letztlich weniger Festivalbesucher kamen, als von Schweisfurth erhofft, freut sich der Veranstalter schon aufs nächste Jahr: „Wir blicken optimistisch auf den nächsten Rock an der Sieg.“ Sabrina Fuchs

Altenkirchen Betzdorf
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