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Gebhardshain

Genügend Personal spielt eine wichtige Rolle

Der Mehrzweckraum am Seniorenzentrum Vinzenzhaus in Gebhardshain ist eingeweiht. Für den Bau sorgte der Förderverein. Vorsitzender Günter Schneider war bei der Einweihung aber auch verärgert. Denn bereits an dem Tag hatte er eine klare Aussage von der ctt und den Marienhaus Senioreneinrichtungen erwartet, wann es den Anbau (20 Betten) ans Vinzenzhaus gibt. Doch dies blieb aus. Es gebe konkrete Pläne, einiges müsse aber noch geklärt werden, hieß es bei der Einweihung. Jeder könne aber zum Beispiel ein 35 Seiten starkes Papier zu den Planungen einsehen, wurde verdeutlicht. Es ist aber Bewegung in der Sache. Wir hörten nach bei Marc Gabelmann. Er ist Geschäftsführer der Marienhaus Senioreneinrichtungen.

Noch einmal eine Art Grundsteinlegung am St. Vinzenzhaus in Gebhardshain wünschen sich die Bürger. Sie fordern dringend einen Erweiterungsbau fürs Seniorenheim. Die Aufnahme zeigt die Grundsteinlegung am 2. Juli 1999 für den Neubau des Vinzenzhauses.  Archivfoto: Andreas Neuser
Noch einmal eine Art Grundsteinlegung am St. Vinzenzhaus in Gebhardshain wünschen sich die Bürger. Sie fordern dringend einen Erweiterungsbau fürs Seniorenheim. Die Aufnahme zeigt die Grundsteinlegung am 2. Juli 1999 für den Neubau des Vinzenzhauses. Archiv
Foto: Andreas Neuser

Wie ist aktuell der Stand der Dinge?

Die ctt als Bauherr lässt derzeit bei Banken prüfen, wie sie das Projekt finanzieren kann. Vor Jahren gab es hier schon einmal eine negative Antwort. Nun ist die Situation aber unter neuen Voraussetzungen zu sehen. Das ist aber Sache der ctt, denn die Marienhaus Seniorenzentrum GmbH hat nur die Geschäftsführung der ctt-Seniorenheime inne.

Was ist neben der Finanzierung weiter zu klären?

Am 15. Februar gibt es ein Gespräch bei der Beratungs- und Prüfbehörde (früher Heimaufsicht) in Koblenz. Hier werden die konkreten Baupläne vorgelegt. Es geht um Größe der Zimmer, die Festlegung der Preise etc. Aber vor allem auch nach dem Personal wird hier gefragt. Schaffen wir es vor Ort, für die weiteren geplanten Betten (neben den vorhandenen 60) genügend Personal vor Ort zu finden? Können wir 20 zusätzliche Plätze auch nachts bedienen. Dass es schwierig ist, Fachpersonal für die Pflege zu bekommen, ist bekannt. Es darf nicht sein, dass dort ein Anbau mit 20 Zimmern hingestellt wird, die nachher aus Personalmangel nicht oder nur teilweise belegt werden können. Da würde dann ein Millionengrab geschaffen. Somit ist die Sicherstellung des Personals ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung zum Anbau. Hier müssen wir darlegen, wie wir das stemmen können.

Sollte der Anbau scheitern, aus welchen Gründen auch immer, würde sich dann in Gebhardshain nichts tun?

Man könnte dann auch über eine Alternative nachdenken. Dazu könnte ein Projekt „Betreutes Wohnen“ gehören.

Private Betreiber bauen doch auch Seniorenheime und werben da noch damit, dass diese Renditen für Investoren abwerfen?

Wir sind als gemeinnütziger Träger an anderen Vorgaben gebunden und insbesondere an langfristigen und stabilen Lösungen interessiert.

Bewohner des Vinzenzhauses bezahlen monatlich einen Investitionskostenzuschuss für ihr Zimmer. Was passiert mit diesen Geldern?

Darüber wird das Haus refinanziert und das Geld für Instandhaltungen verwendet. Gelder, die im Vinzenzhaus bezahlt werden, die bleiben auch bei diesem Haus, sind auch entsprechend zu verwenden.

Warum musste ein Förderverein den Mehrzweckraum stemmen? Sollte so ein Raum nicht Bestandteil eines Seniorenheims sein?

Beim Bau eines Seniorenheims ist genau reguliert, welche Flächen refinanzierbar sind. Ein Mehrzweckraum in der Form wie in Gebhardshain gehört nicht dazu.

Der Fördervereinsvorsitzende Schneider befürchtet, dass das Vinzenzhaus ohne Anbau keine Zukunft hat. Mit 60 Plätzen sei das Haus langfristig unwirtschaftlich. Stimmen Sie der These zu?

Nein! Die Wirtschaftlichkeit eines Alten- und Pflegeheims wird durch viele Faktoren bestimmt und ist mit Sicherheit nicht immer leicht darzustellen. Der reine Rückschluss von der Hausgröße auf die Wirtschaftlichkeit ist nicht sachgerecht. Deutlich problematischer als die Hausgröße wäre eine Investition, wie z.B. ein Anbau, die nicht refinanzierbar ist.

Die Fragen stellte Andreas Neuser

Vinzenzhaus hat eine lange Tradition

Das St. Vinzenzhaus kann auf eine lange Tradition in Gebhardshain zurückblicken. Im Jahre 1909 wurde es als „Schwesternhaus“ erbaut und 1912 durch den Orden der Vinzentinerinnen übernommen.

1991 übernahm die Cusanus Trägergesellschaft Trier (ctt) das Haus. Im Jahr 2002 erfolgte der Einzug in den wohnlichen und modernen Neubau. In 40 Einzelzimmer und 14 Doppelzimmer auf drei Etagen verteilt,bietet das Haus Raum für 68 Bewohnerinnen und Bewohner. Dringend werden weitere 20 Plätze benötigt. an

Altenkirchen Betzdorf
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