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    Einstige Pension Elkenroth hat neuen Eigentümer

    Die ehemalige Pension Sonnenhof in Elkenroth wird nach derzeitigem Stand bis Ende des Jahres wieder vollends belebt sein. Und darüber freuen sich gleich zwei Seiten, weiß Ortsbürgermeister Peter Schwan. Einerseits der einstige Eigentümer, der das Objekt nun „losgeworden“ ist, und andererseits die AWO Gemeindepsychiatrie, die es erworben hat. Die Einrichtung mit Sitz in Bad Marienberg unterhält gleich mehrere sozialtherapeutische Angebote zur Versorgung von psychisch erkrankten Menschen in der Region Westerwald, Neuwied und Rhein-Lahn. Nach Angaben des AWO-Geschäftsführers Jürgen Borniger wurde der Kaufvertrag vor rund eineinhalb Monaten zwischen dem ehemaligen Hotelbesitzer und dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Neuwied geschlossen, der als 100-prozentiger Gesellschafter der AWO Gemeindepsychiatrie gilt. Bei der Ortsgemeinderatssitzung am Mittwoch, 13. September, 18.30, im Elkenrother Bürgerhaus möchte der Geschäftsführer das Vorhaben der AWO vorstellen. Auf RZ-Nachfrage erläuterte Borniger vorab die Gründe zum Erwerb des Sonnenhofs an der Ecke Marienberger Straße und Naurother Straße.

    Bislang lassen nur zwei AWO-Kleidercontainer darauf schließen, dass in der ehemaligen Pension Sonnenhof in Elkenroth etwas im Gange ist. Die AWO Gemeindepsychiatrie möchte die Pension bis Ende des Jahres zu einer stationären Einrichtung umbauen, sodass psychisch erkrankte Menschen hier versorgt werden können. Foto: Markus Döring
    Bislang lassen nur zwei AWO-Kleidercontainer darauf schließen, dass in der ehemaligen Pension Sonnenhof in Elkenroth etwas im Gange ist. Die AWO Gemeindepsychiatrie möchte die Pension bis Ende des Jahres zu einer stationären Einrichtung umbauen, sodass psychisch erkrankte Menschen hier versorgt werden können.
    Foto: Markus Döring

    Eine kleine stationäre Einrichtung in Altenkirchen beherbergt zurzeit zehn Bewohner im Rahmen der gemeindenahen Versorgung von psychisch erkrankten Menschen im Landkreis Altenkirchen. „Diese Unterbringung ist aus einer Vielzahl von Gründen allerdings nicht mehr geeignet“, sagt Borniger. „Deswegen verfolgt die AWO Gemeindepsychiatrie bereits seit geraumer Zeit in enger Kooperation mit dem Kreis Altenkirchen, der Beratung- und Prüfbehörde nach dem LWTG und dem Sozialministerium in Mainz nach Alternativmöglichkeiten,“ um so das stationäre Angebot im AK-Land unter besseren räumlichen Bedingungen fortsetzen zu können. Nach „sehr langer Immobiliensuche“ wurde die AWO laut Borniger dann endlich in Elkenroth fündig.

    Und welche Vorteile bringt der Sonnenhof mit sich, die die AWO letztlich zum Kauf überzeugten? Zum einen könne durch die Nähe zur Kerneinrichtung in Bad Marienberg eine bessere Einbindung der Bewohner ins Gesamtkonzept der AWO erfolgen. Aber auch die Größe und die für die Arbeit der AWO vorteilhafte Raumgestaltung machen laut Borniger eine Optimierung des Angebotes möglich. „Die Kombination von Wohnen, soziotherapeutischer Begleitung sowie Beschäftigung und Arbeit ist hier eher gegeben als in der ,alten' Wohneinrichtung in Altenkirchen.“ Auch die Infrastruktur und Übersichtlichkeit der Gemeinde Elkenroth komme den Bewohnern entgegen.

    Zuletzt wurden die Zimmer in der Pension laut Ortsbürgermeister Schwan oftmals an ausländische Arbeiter vermietet, die bei Unternehmen in der Region tätig waren. „In den letzten drei, vier Jahren war die Vermietung allerdings rückläufig“, sagt Schwan. Zuvor kamen Gäste zum Beispiel aus Düsseldorf, Sinzig und Duisburg-Wedau – und das teils sogar mehrfach im Jahr. Sie lobten die vorzügliche Hausbetreuung, die Natur und die Landschaft. Jahrelang hatte der Fremdenverkehr in Elkenroth also einen hohen Stellenwert.

    Der Ortsbürgermeister gibt an, dass Borniger auf die Ortsgemeinde zugekommen ist und sie von Anfang an in die Pläne eingeweiht hat. „Es ist gut, dass die AWO Gemeindepsychiatrie uns ihr Vorhaben mal genauer erläutert.“ Denn auch viele Bürger könnten sich wahrscheinlich nur wenig darunter vorstellen, was es bedeute, die Pension umzugestalten, um hier eine stationäre Langzeittherapie anzubieten.

    Was in den kommenden Monaten zudem noch ansteht, sind diverse Umbaumaßnahmen. Die entsprechenden Anträge zur Nutzungsänderung wurden bei den zuständigen Behörden bereits eingereicht, so Borniger. „Die AWO ist optimistisch, dass sie bis zum Ende des Jahres dann in die neuen Räumlichkeiten wechseln kann“, sagt der Geschäftsführer.

    Von unserer Redakteurin Sabrina Rödder

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