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Birlenbach/Rhein-Lahn

„Zeit ist Kitz“: So läuft eine Rehrettung vor Heuschnitt bei Birlenbach ab

Von Johannes Koenig
"Zeit ist Kitz": Rehrettung vor Heuschnitt Foto: Johannes Koenig

„Morgenstund hat Gold im Mund“, weiß der Volksmund. Deutlich vor Sonnenaufgang sind der Birlenbacher Jagdpächter Marcus Federowitz und sein Sohn Anton (13) bereits auf den Beinen. Die beiden Frühaufsteher sind als Rehkitzretter unterwegs. Denn es gilt, Wiesen nach jungen Kitzen abzusuchen, bevor Landwirte mit dem Heuschnitt beginnen. So wollen Vater und Sohn verhindern, dass Rehe angemäht werden.

Lesezeit: 5 Minuten
Deshalb stehen die beiden bereits Sonntagmorgen um 4 Uhr auf einem Wirtschaftsweg oberhalb von Birlenbach und starren auf einen Monitor. Diesen haben sie im Heck ihres Geländewagens verstaut. Es zeigt ein Wärmebild der benachbarten Felder. Ein leises Surren von oben verrät, dass es eine Drohne ist, die die Bilder in ...
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„Bitte stehen lassen!“ – Sichere Verwahrung der Kitze

Die Kitze, welche Marcus und Anton Federowitz vor dem Heuschnitt in Sicherheit bringen, müssen ja irgendwo bleiben, solange am Fundort gemäht wird. Da es sich dabei nur um eine Frist von wenigen Stunden handelt, ist die Unterbringung in einem verschlossenen Karton möglich. Dieser wird dann im Schatten eines Hochsitzes am Waldesrand abgelegt.

„Bitte stehen lassen!“, schreibt Marcus Federowitz sicherheitshalber auf den Deckel. „Denn kürzlich hatte jemand einen solchen Karton gefunden und zur Polizei gebracht.“ Eine Aktion, die rechtlich gesehen als Wilderei gewertet werden kann. Vor allem aber birgt sie die Gefahr, dass Kitze einen fremden Geruch annehmen und von der Ricke nicht mehr angenommen werden. joa

„Beim Fiepen kann es sein, dass die Ricke angeschossen kommt.“

Vorsicht ist beim Bergen der Rehkitze aus den Feldern geboten, weiß Marcus Federowitz.

Rhein-Lahn-Zeitung
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