Archivierter Artikel vom 20.12.2021, 12:22 Uhr
Limburg-Weilburg

Nach Infektionsfall mit Omikron-Variante in Schulen: Kreis Limburg-Weilburg setzt Präsenzpflicht aus

Der am Freitag festgestellte erste Fall einer bestätigten Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus hat bis zum Beginn der Weihnachtsferien Auswirkungen auf den Schulbetrieb aller Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg: Die Präsenzpflicht wird bis einschließlich Mittwoch ausgesetzt.

Ein Corona-Test wird in einem Labor untersucht. Foto: dpa
Ein Corona-Test wird in einem Labor untersucht.
Foto: dpa – dpa/Symbolfoto

In einer Pressemitteilung schreibt Dirk Fredl, Schulfachlicher Aufsichtsbeamter im Staatlichen Schulamt für den Lahn-Dill-Kreis und den Kreis Limburg-Weilburg: „Auf diese Vorsichtsmaßnahme, die das Gesundheitsamt vorgeschlagen hatte, haben sich nach Beratungen Schulträger, Schulamt und Gesundheitsamt geeinigt.

Konkret bedeutet das, dass die Schulen bis einschließlich Mittwoch Unterricht nach Plan anbieten. Eltern können aber selbst entscheiden, ob ihr Kind daran teilnimmt oder lieber von zu Hause aus arbeitet. Für den Präsenzbetrieb bis zu den Weihnachtsferien hat das Gesundheitsamt darüber hinaus tägliche Testungen an allen Schulen sowie eine FFP2-Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen angeordnet. Hintergrund ist, dass an einer Schule am Freitag ein bestätigter Fall mit dem Omikron-Virus festgestellt worden ist.“

Alle Mitschülerinnen, Mitschüler sowie Lehrkräfte, die mit der infizierten Person im Unterricht Kontakt hatten, mussten sich bereits am Freitag in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Aufgrund zahlreicher Kontakte im Umfeld, die auch in etliche andere Schulen reichen, könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Folgeinfektionen gekommen sein könnte, da die Omikron-Variante als leicht übertragbar gelte.

„Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass mehrere andere Schulen betroffen sein könnten, so soll durch die ergriffenen Maßnahmen die Gefahr einer möglichen Weiterverbreitung stark reduziert werden. So sollen auch weitere Quarantäne-Maßnahmen verhindert werden, die laut den RKI-Vorgaben bei der Omikron-Variante auch für Geimpfte und Genesene erforderlich sind“, so Fredl weiter.

Er weißt auf die Corona-Schutzverordnung des Landes hin, die regelt, dass Eltern ihr Kind vom Präsenzunterricht abmelden können. „Von dieser Regelung können die Eltern bis Mittwoch auch kurzfristig Gebrauch machen. Wenn sie wollen, dass ihr Kind aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens lieber zu Hause beschult wird, reicht eine kurze Nachricht an die Schule aus. Für alle übrigen Kinder läuft der Präsenzunterricht weiter, wobei an allen drei Tagen ein Test erforderlich ist“, so Fredl.