Archivierter Artikel vom 29.01.2022, 06:00 Uhr
Katzenelnbogen

Entscheidung im Stadtrat: Neue Umkleiden für Freibad Katzenelnbogen

Die Sanierung des Katzenelnbogener Freibads war eines der großen Projekte der Stadt Katzenelnbogen und der Verbandsgemeinde Aar-Einrich im vergangenen Jahr. Nun stand es erneut auf der Tagesordnung des Stadtrats. Konkret ging es dabei um eine mögliche Sanierung der Umkleiden und Toiletten.

Von Johannes Koenig
Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erstrahlte das Katzenelnbogener Freibad im letzten Jahr im neuen Glanz. Nun soll auch eine Erneuerung der Umkleiden und WC-Anlagen angegangen werden. Foto: Archiv Uschi Weidner
Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erstrahlte das Katzenelnbogener Freibad im letzten Jahr im neuen Glanz. Nun soll auch eine Erneuerung der Umkleiden und WC-Anlagen angegangen werden.
Foto: Archiv Uschi Weidner

Aktuell ist auch noch Geld dafür da, bestätigt Bürgermeisterin Petra Popp. Zufrieden blickt sie auf den Testbetrieb im letzten Jahr: „Der war ein Erfolg.“ Denn er hatte noch den einen oder anderen technischen Mangel ans Tageslicht gebracht. Auch die Besucherzahlen gingen angesichts der Corona-Regeln und des wechselhaften Wetters unterm Strich in Ordnung.

„Die Umkleiden und Toiletten sind schon ziemlich in die Jahre gekommen“, räumt Popp ein. Es wäre daher Zeit für geräumigere Umkleidekabinen und berührungslose Urinale – gerade auch unter hygienischen Gesichtspunkten. Der Stadtrat sprach sich mehrheitlich dafür aus, die Baumaßnahmen nach Ende der kommenden Badesaison im Herbst anzugehen. Ein Austausch der Fenster ist ebenso geplant. „Die Verbandsgemeinde wird auch noch einmal separat über die weiteren Baumaßnahmen abstimmen“, sagt Popp.

„Je nach Beschluss der VG erfolgen dann weitere Absprachen.“ Denn die Sanierung des Freibads ist ein gemeinsames Projekt der VG und der Stadt. Abschließend stimmte eine Mehrheit der Anwesenden dem Beschlussvorschlag zu, dass der Stadtrat empfiehlt, die Ausschreibung der Arbeiten bei dem Ingenieurbüro Martin aus Weyer zu beauftragen. Das Büro hatte die bisherige Freibadsanierung fachlich betreut. Und auch eine Kostenschätzung für die Fenster soll erfolgen, hieß es in dem Beschluss.

Ein weiteres Thema des Abends war eine Anfrage der DB Regio zur Aufstellung eines mobilen WCs an der Bushaltestelle an der Marktstraße. Das Gelände gehört der Stadt. „Im Rahmen des neuen Linienbündels Aartal ist das die Endstation der neuen Verbindung zwischen Hahnstätten und Katzenelnbogen“, erzählt Popp. Offenbar ist das WC ausschließlich für die Benutzung durch Busfahrer vorgesehen – jedenfalls hat DB Regio bisher nichts anderes kommuniziert. Fahrgäste mit einer empfindlichen Blase müssen demnach mit der öffentlichen Toilette am Heimatmuseum vorliebnehmen. „Die ist etwa eine halbe Minute entfernt, aber wegen der Corona-Vorschriften aktuell geschlossen“, so die Bürgermeisterin.

Die Anfrage war laut Popp bereits Thema im Bauausschuss. Dieser hatte empfohlen, die Erlaubnis erst einmal befristet zu erteilen, um Erfahrungen mit Handhabung und Nutzung zu sammeln. Wenn es zu einer dauerhaften Lösung kommen sollte, dann sei über eine Einhausung nachzudenken. „Dann müssten auch Planzeichnungen vorgelegt werden“, sagt Popp. Die Anwesenden gaben dem Vorhaben schließlich grünes Licht.

Aber nicht nur über Busse, sondern ebenso über Fahrräder sprachen die Ratsmitglieder. Genauer gesagt über die Planungen zum Dörsbachtal-Radweg. „Die Radwegeinfrastruktur ist sicher ein Thema, dass uns in den nächsten Jahren begleiten wird.“ Die Planungen zum Radweg sind schon weit fortgeschritten. Thema des Abends waren die Formulierungen zu einer Art Vorratsbeschluss. Denn die VG-Verwaltung hatte die Projektdetails bereits Ende November in einem Beschlussvorschlag zusammengefasst.

Demnach soll der Weg durch die Orte Reckenroth (1,74 Kilometer), Eisighofen (1,81 km), Dörsdorf (1,24 km), Berghausen (1,74 km), Katzenelnbogen (2,43 km), Klingelbach (1,34 km) und Ergeshausen (1,72 km) verlaufen. Die Gesamtlänge beträgt etwas mehr als 13 Kilometer. Die Mindestbreite soll nach Plänen der Verwaltung bei mindestens 3,5 Metern liegen. Gesucht werden Förderprogramme, die wenigstens 75 Prozent der Kosten decken. Um diese rechtzeitig beantragen zu können, soll es der VG-Verwaltung erlaubt werden, im Namen der beteiligten Gemeinden Förderanträge einzureichen.

Für die Ratsmitglieder stellte sich nun die Frage nach der Finanzierung. Die VG-Verwaltung hatte dazu zwei Vorschläge: Entweder soll jede Gemeinde denselben Betrag zahlen, oder sie zahlt nach der jeweiligen Weglänge. Wobei der zugrunde liegende Kilometerpreis für alle gleich wäre. Der Katzenelnbogener Stadtrat votierte für die zweite Option. „Nun müssen sich auch die anderen Gemeinden abstimmen. Dann erst kann es einen gemeinsamen Beschlussvorschlag geben“, erläutert Petra Popp den weiteren Ablauf.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes wies sie noch auf dem Umwelttag der Gesamtschule im Einrich hin. Der Elternausschuss hatte angefragt, ober der Aktionstag Ende März in Kooperation mit der Stadt durchgeführt werden kann. Insbesondere geht es darum, dass der Bauhof zum Beispiel Müllbeutel für die Freiwilligen zur Verfügung stellt. Diese sammeln dann Müll in der Natur. Nach Ende der Aktion kümmert sich der Bauhof um die fachgerechte Entsorgung.

Von unserem Reporter

Johannes Koenig

Die Umkleiden und Toiletten sind schon ziemlich in die Jahre gekommen.

Petra Popp über weitere Sanierungsmaßnahmen

Reit- und Fahrverein Katzenelnbogen braucht Fördermittel

Der Reit- und Fahrverein Katzenelnbogen hat vor, den in die Jahre gekommenen Reitplatz zu sanieren (wir berichteten). Ein Förderantrag wurde unter anderem an die VG Aar-Einrich gestellt. Nun beschäftigte sich auch der Katzenelnbogener Stadtrat mit dem Thema, da die Stadt ebenfalls eine Anfrage erhalten hat.

„Eine regelmäßige Förderung kommt aktuell nicht infrage, da der Verein zu wenig Mitglieder mit Wohnsitz in Katzenelnbogen hat“, berichtete Petra Popp. Die Stadt habe aber bereits im letzten Jahr den Pachtvertrag vorzeitig für 25 Jahre verlängert und damit die Voraussetzung für eine Förderung geschaffen. Jetzt berate man darüber, ob man das Projekt mit einem einmaligen Investitionszuschuss unterstützen könne. joa

Rhein-Lahn-Zeitung Diez
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