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US-Krösus sollte Millionen überweisen

Pinebeck wollte am Nürburgring groß rauskommen – und scheiterte kläglich. Der Plan des Finanzdienstleisters: Er kauft der Nürburgring GmbH die seit 2007 gebauten Immobilien ab und die GmbH mietet sie günstig zurück. Der Preis für die Immobilien betrug 200 Millionen Euro. Um das Geld zu beschaffen, setzte Pinebeck voll auf Urs Barandun.

Der Schweizer behauptet zwei Mal, Geldgeber gefunden zu haben: 2008 und 2009. Aber Geld floss nie. 2008 sollen die Millionen aus einem Fonds kommen, der mit Lebensversicherungs-Policen von US-Bürgern handelt. Angeblich muss Barandun aber belegen, dass die Nürburgring GmbH liquide ist. Darum lässt Finanzminister Ingolf Deubel von der Öffentlichkeit unbemerkt 80 Millionen Euro auf ein Nürburgring-Konto in Zürich überweisen. Als das Geschäft platzt, fließt das Geld zurück. 2009 startet Finanzminister und Aufsichtsratschef Ingolf Deubel einen zweiten Anlauf. Diesmal hinterlegt die Ring GmbH 95 Millionen Euro in Zürich. Im Gegenzug soll spätestens nach sechs Wochen der Geldfluss an den Ring einsetzen. Aber Pinebeck vertröstet Deubel und den Ring immer wieder. Schließlich präsentiert Ba-randun den US-Geldgeber Pierre S. DuPont. Und der Nürburgring GmbH wird die erste Rate von DuPonts angeblichem Investment übergeben – in Form zweier von Barandun unterzeichneter Schecks über insgesamt 100 Millionen US-Dollar.

Doch kurz vor der Eröffnung des neuen Rings sorgen Schreckensmeldungen für Aufruhr: Die Londoner Filiale der US-Bank Wells Fargo hat Zweifel, ob Baranduns Schecks überhaupt gedeckt sind. Ministerpräsident Kurt Beck bricht die Zusammenarbeit mit Pinebeck und Barandun ab. Deubel tritt zurück, die 95 Millionen Euro fließen zurück. Danach wird bekannt: Hinter DuPont könnte James Rice stecken – ein international bekannter Betrüger. Ob die beiden Schecks gedeckt waren, prüft die Staatsanwaltschaft noch.

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Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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