Archivierter Artikel vom 07.04.2010, 07:57 Uhr

Wer spielt eine Rolle im Ring-Drama?

Wer spielt eine Rolle im Ring-Drama? Wer steckt eigentlich hinter den Firmen, deren Namen in der Nürburgring-Affäre immer wieder auftauchen? Hier ein Überblick über Mitwirkende (Folge 5):

Lesezeit: 1 Minuten

Wer spielt eine Rolle im Ring-Drama? Wer steckt eigentlich hinter den Firmen, deren Namen in der Nürburgring-Affäre immer wieder auftauchen? Hier ein Überblick über Mitwirkende (Folge 5):

Die Nürburgring GmbH ist zu 90 Prozent in der Hand des Landes. Zehn Prozent der Anteile hält der Kreis Ahrweiler. Mit dem ab 1. Mai gültigen neuen Geschäftsmodell von Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) wird die Ring GmbH zur reinen Besitzgesellschaft. Die Vermarktung der Rennstrecke sowie der neuen Freizeit-Immobilien geht auf eine neue Betriebsgesellschaft über.

Walter Kafitz (59) war von 1994 bis zur fristlosen Kündigung im Dezember 2009 der Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH. Er weilt zurzeit in Dubai und arbeitet dort erneut im Rennsport-Milieu.

Ingolf Deubel (60) trat als Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH im Juli 2009 zurück, weil die erhoffte Privatfinanzierung platzte.

IPC/Pinebeck: Die in Luxemburg unter IPC firmierende Firma wurde eigens für den Ring-Deal in Pinebeck umbenannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihre Geschäftsführer Michael Merten und Normann Böhm wegen des Verdachts auf Provisionsbetrug, der sich bisher aber nicht erhärtet hat.

Michael Merten (53, Foto) ist Gesellschafter des deutsch-luxemburgischen Firmengeflechts IPC/Pinebeck. Gemeinsam mit seinem Mitgesellschafter Normann Böhm (47) stellte er dem Land eine lukrative Privatfinanzierung für das Freizeit- und Geschäftszentrum am Nürburgring in Aussicht. (Foto: Lars Landmann)

Urs Barandun (49) sollte für das Millionenprojekt am Ring einen Investor finden. Der Schweizer hat eine Firma mit Sitz in Dubai. Auch gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts.