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So kommen Firmen an gute Auszubildende

Von der Lehrstellenlücke zum Fachkräftemangel: Unternehmen müssen sich angesichts sinkender Schulabgängerzahlen immer mehr anstrengen, um geeignete Auszubildende zu finden. Was können sie tun? Und was erwarten sie überhaupt von einem „guten“ Bewerber? Wir haben Willem Teljeur, Verkaufsleiter von Aldi Süd in Montabaur, gefragt:

Montabaur – Von der Lehrstellenlücke zum Fachkräftemangel: Unternehmen müssen sich angesichts sinkender Schulabgängerzahlen immer mehr anstrengen, um geeignete Auszubildende zu finden.

Was können sie tun? Und was erwarten sie überhaupt von einem „guten“ Bewerber? Wir haben Willem Teljeur, Verkaufsleiter von Aldi Süd in Montabaur, gefragt:

Der „Kampf um die Besten“ hat begonnen. Wie erfolgreich ist Aldi bei der Suche nach Auszubildenden?

Wir haben mittlerweile jahrzehntelange Erfahrungen als Ausbilder, und immer wieder schneiden unsere Auszubildenden bei den Prüfungen exzellent ab. Das hilft. Trotzdem reicht es auch für uns nicht aus, lediglich Suchanzeigen zu schalten, um überdurchschnittlich gute Bewerber für den Einzelhandel und speziell für Aldi Süd zu begeistern.

Was tun Sie darüber hinaus?

Wir gehen direkt in die Schulen, präsentieren dort unser Unternehmen und stellen die Ausbildungsmöglichkeiten bei Aldi Süd vor. Außerdem laden wir interessierte Schüler regelmäßig zu Tagen der offenen Tür in unsere Filialen ein. Vor Ort können sie sich dann noch einmal ein Bild vom Ausbildungsplatz in unserem Unternehmen machen.

Was muss ein Schüler mitbringen, um aus ihrer Sicht „ausbildungsreif“ zu sein?

Ein Ausbildungsplatz bei Aldi Süd wird denjenigen angeboten, die mindestens einen guten Hauptschulabschluss vorweisen können – das ist unsere Grundvoraussetzung. Viele unserer Auszubildenden starten allerdings auch nach erfolgreich bestandenem Sekundarabschluss beziehungsweise mit qualifizierter Fachhochschul- oder Hochschulreife ihre berufliche Karriere bei Aldi Süd.

Worauf achten Sie bei der Auswahl der künftigen Auszubildenden ganz besonders?

Neben den Schulnoten sollten auch die sogenannten weichen Faktoren stimmen. Wir sind ein Einzelhandelsunternehmen und sind deshalb auf die Pflege der guten Beziehung zum Kunden angewiesen. Die Auszubildenden sollten also bereit sein, sich in den Dienst des Kunden zu stellen. Das heißt konkret, dass wir neben guten Umgangsformen auch ein gepflegtes Erscheinungsbild von den Bewerbern um einen Ausbildungsplatz erwarten.

Was geht nicht bei Aldi Süd?

Bewerber, die nur unterdurchschnittliche Leistungen in der Schule nachweisen können, haben bei uns keine Chance. Junge Menschen, die sich in der Praktikumsphase als ungeeignet erwiesen haben, bilden wir genauso wenig aus. Wir suchen junge Menschen, die mit viel Engagement in ihre Berufsausbildung gehen wollen. Ihnen bieten wir gern einen entsprechenden Platz in unserem Unternehmen an – und zwar einen, der nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung auch Perspektiven bietet.

Die Fragen stellte Jörg Hilpert

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