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    Rückfall in den Protektionismus?

    Donald Trump verspricht, dem US-Konjunkturmotor mit einer "Amerika zuerst"-Politik eine Starthilfe zu geben. Diese besteht aus einer Mischung aus nationalistischen Appellen, Protektionismus und republikanischer Steuerorthodoxie.

    Unter anderem verspricht der Kandidat, die Abgabepolitik radikal zu vereinfachen. Aus den sieben Einkommensteuerstufen will er drei machen, die Unternehmensteuer soll auf 15 Prozent reduziert, die Erbschaftsteuer abgeschafft und Kindererziehungskosten absetzbar gemacht werden. "Viele werden gar keine Steuern mehr bezahlen", kündigte er an.

    Trump ließ es offen, wie er die Einnahmeausfälle in Höhe von geschätzt 1 Billion Dollar kompensieren will. "Wir werden in den kommenden Tagen mehr Details nennen", sagte er. Darüber hinaus sagte er nicht, wie er die massiven Strafzölle durchsetzen möchte, die er in seiner Rede Staaten androhte, die Amerika seiner Meinung nach ausnutzten. Trump ging zum Beispiel hart mit China ins Gericht, "das jede Regel bricht, die es gibt". Er nannte unter anderem Währungsmanipulationen sowie Verstöße beim Schutz des geistigen Eigentums und Patenten sowie im Handel.

    Wird er Präsident der USA, will Trump dafür sorgen, dass US-Firmen ihr Geld aus Orten wie der Volksrepublik China nach Hause bringen und in den USA investieren. "Wir können Billionen, Billionen zurückbringen. So einfach. So einfach." Seine Konkurrentin Hillary Clinton stempelte Trump als Befürworterin des Freihandels ab, die das transpazifische Handelsabkommen TPP genauso unterzeichnen werde wie ihr Mann Nafta durchgesetzt habe. "Als fremde Macht könnten sie sich nichts Besseres wünschen als die Agenda Hillary Clintons, die darauf ausgerichtet ist, die USA zu schwächen", sagte er.

    Trump hat in seinem Beraterteam befreundete Hedgefonds-Manager, Immobilienmagnaten und Unternehmer. Darunter finden sich der Investor Tom Barrack, der Fracking-Unternehmer Harold Hamm sowie der Hedgefonds-Manager John Paulson. Einen namhaften Ökonomen hat Trump jedoch nicht in seinem Team.

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