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    iKnöllchen: Ordnungsämter setzen zunehmend aufs iPhone

    Ob das der Beliebtheit des iPhones schadet? Auch die Ordnungsämter finden Geschmack daran: Die Verkehrsüberwacher in Bad Kreuznach sind ab Montag mit dem Apple-Handy Parksündern auf der Spur. In Rheinland-Pfalz haben auch die Politessen in Idar-Oberstein und Alzey bereits Erfahrungen gesammelt, zudem setzen etliche Landkreise das Handy mit der Ordnungswidrigkeiten-Software ein.

    Knöllchenaufnahme per Smartphone – ob die Falschparker sie jetzt smarter finden?  Für Christian Berkendin und die anderen "Verkehrssicherungskräfte" – so die offizielle Bezeichnung – bei der Stadt Bad Kreuznach wird die Arbeit einfacher als mit den alten Geräten, von denen Berkendin hier auch eines in der Hand hält. Foto: Harald Gebhardt
    Knöllchenaufnahme per Smartphone – ob die Falschparker sie jetzt smarter finden? Für Christian Berkendin und die anderen "Verkehrssicherungskräfte" – so die offizielle Bezeichnung – bei der Stadt Bad Kreuznach wird die Arbeit einfacher als mit den alten Geräten, von denen Berkendin hier auch eines in der Hand hält.
    Foto: Harald Gebhardt

    Rheinland-Pfalz – Ob das der Beliebtheit des iPhones schadet? Auch die Ordnungsämter finden Geschmack daran: Die Verkehrsüberwacher in Bad Kreuznach sind ab Montag mit dem Apple-Handy Parksündern auf der Spur. In Rheinland-Pfalz haben die Politessen in Idar-Oberstein und Alzey bereits Erfahrungen gesammelt, zudem setzen etliche Landkreise das Handy mit der Ordnungswidrigkeiten-Software ein.

    Billiger wird's für Falschparker zwar nicht, doch Strafzettel an der Windschutzscheibe sind Geschichte. Stattdessen weist ein blauer Zettel den Fahrzeughalter auf die Ordnungswidrigkeit hin und darauf, dass ihm in den nächsten Tagen eine schriftliche Verwarnung zugesendet wird.

    Die Rechnung für die Stadt Bad Kreuznach ist einfach: Die unhandlichen alten Handerfassungsgeräte werden ersetzt, und dabei werden auch noch Verwaltungsaufwand und Kosten reduziert. Ein neues Handerfassungsgerät würde 2500 Euro kosten, die iPhones kommen günstiger. Hinzu kommen allerdings Software und Schulung für 9300 Euro. Sieben Geräte (für fünf Ganztags- und und zwei Halbtagskräfte) sind jetzt im Einsatz. „Da in nächster Zeit einige der alten Geräten hätten ausgetauscht werden müssen, wären hohe Kosten auf uns zugekommen“, erklärt Ordnungsamtsleiter Hans-Dieter Corell. Beim iPhone hingegen kann die Verwaltung nach ihren Angaben alle zwei Jahre die neueste Version zum Preis von 80 Euro erhalten. Corell verspricht sich zudem für den Innendienst weniger Arbeit bei Druck und Versand – bei immerhin mehr als 60.000 Bescheiden im jahr 2009 ... Auch die Kuvertierung erfolgt künftig maschinell.

    Das neue Verfahren funktioniert so: Die Daten werden an Ort und Stelle per iPhone ins Mobilfunknetz übermittelt. Von dort können sie vom Sachbearbeiter im Ordnungsamt direkt eingesehen werden. Autofahrer wiederum können sofort im Amt Auskunft bekommen.

    Das kann zu kuriosen Situationen führen: Im Ordnungsamt in Idar-Oberstein lief ein Mann auf, der kurz zuvor verwarnt worden war. Keinesfalls habe sein Auto auf dem Bürgersteig gestanden, regte er sich auf. Im Rathaus lag Mitarbeiter Klaus Lorenz dank der Online-Erfassung über das iPhone schon das Bild digital vor. "Ich konnte dem Mann das Foto zeigen, auf dem deutlich sein auf dem Bürgersteig parkender Pkw zu sehen war.“ Resignierte Reaktion des Mannes: „Da hat mich meine Frau also doch belogen.“

    Nach fast einem Jahr Erfahrungen hat Lorenz an dem Einsatz der iPhones nichts auszusetzen, das System habe sich bewährt. Und neidvolle Blicke von Passanten auf die Politessen und ihre Smartphones? "Ist mir nichts bekannt."

    In der Stadt Koblenz steht die Anschaffung derzeit nicht zur Diskussion: "So lange das, was im Einsatz ist, noch funktioniert, gibt es keinen Bedarf zur Umstellung", sagt Thomas Flöck, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts und Abteilungsleiter für den Außendienst.

    Für "Verkehrssicherungskräfte" wird die Arbeit mit dem iPhone in jedem Fall einfacher. Sie brauchen nur ein Gerät, um den Verstoß festzuhalten, die Daten einzugeben und zu übermitteln. Die Ordnungswidrigkeiten mit dem jeweiligen Verwarnungsgeld sind einprogrammiert.

    Das Programm, die App WiNOWiG mobil, gibt´s kurioserweise in Apples iTunes Store auch kostenlos zum privaten Gebrauch. Fraglich ist nur, was Privatpersonen mit der App anfangen sollen. Ein Nutzer „City-Cop“ zerstreut schon mal Hoffnungen: „kann nicht von jedem genuzt werden . Nix mit Taschengeld aufbessern.“

    Harald Gebhardt/Yannick Schiep

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