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Köln

Herzlichen Glückwunsch, „Helga Beimer“!

Seit mehr als 50 Jahren steht sie auf Bühnen und vor Kameras. Fast 25 Jahre davon als „Helga Beimer“ in der Lindenstraße. Heute wird die „Mutter der Nation“, Helga Beimer 70 Jahre alt.

Von unserer Reporterin Anna Lampert

„Klausi, du sollst doch im Bett bleiben“ – Mit diesen Worten trat Marie-Luise Marjan 1985 erstmals als „Helga Beimer“ in der „Lindenstraße“ auf. Die Rolle der Spiegeleier bratenden Dreifach-Mutter machte sie deutschlandweit bekannt.

Familienleben nur gespielt

Privat lebte und lebt Marjan immer schon ganz anders als ihre Serienfigur. Ein Familienleben – immer nur für die Kameras gespielt.

In Essen geboren, wächst sie zunächst in einem Kinderheim, später in einer Pflegefamilie auf. Ihre Adoptivmutter verliert sie bereits mit 16 Jahren. Die leibliche Mutter lernt Marie-Luise Marjan als Teenager kennen, sie stirbt 2004. Auch Marjan selbst hat nie eine Familie gegründet, ist unverheiratet und kinderlos seit über 20 Jahren in ihrer Fernbeziehung mit dem Hamburger Beleuchter Bodo Bressler (66) glücklich.

Und trotzdem avancierte die Schauspielerin als „Helga“ zur „Mutter der Nation. „Marie Luise ist vom Typ her Mutter, von ihrem Wesen her aber überhaupt nicht“, versucht Hans W. Geißendörfer, der Erfinder der „Lindenstraße“, im exklusiven Interview mit unserer Zeitung zu erklären. „Marie-Luise wollte nie Kinder, sie wollte Freiheit für Theater, TV und Film.“

Schon als kleines Mädchen stand für sie fest, wo es einmal beruflich hingehen sollte. Nach der Schule besuchte Marjan die staatliche Musikhochschule Hamburg, stand dann rund zwei Jahrzehnte auf Theaterbühnen, bevor es zur „Lindenstraße“ ging. Dort blieb sie hängen. Bis heute. Sie mimt nun schon fast 25 Jahre die TV-Familienglucke.

Und zusammen mit ihrer Helga ist Marie-Luise Marjan auch älter geworden. Mutter Beimer ist mittlerweile Oma. Aus der „Mutter der Nation“ ist die „Großmutter der Nation“ geworden.
Vom Nachlassen der grauen Zellen, vergessenen Textzeilen oder gar Altersstarrsinnigkeit bei der Schauspielerin aber keine Spur, versichert uns der „Lindenstraße“-Chef. „Sie ist weiterhin ungeheuer belastbar, pünktlich und textsicher.“ Und trotz jahrzehntelanger Erfahrung „hört sie noch auf die Regie, die Kollegen und manchmal auch noch auf mich“.

So habe Marie-Luise eingesehen, dass sie bei der Arbeit ein Hörgerät tragen muss, verrät Geißendörfer. „Um den Proben- und Drehablauf nicht zu stören.“ Damit ihr das leichter fällt, hat auch Serienfigur „Helga Beimer“ den Knopf im Ohr verpasst bekommen.

Mit 103 soll Schluss sein

Marie-Luise Marjan wird noch lange als „Mutter Beimer“ Spiegeleier braten, da ist sich Hans W. Geißendörfer sicher. „Sie hat nie angedeutet, keine Lust mehr zu haben, war immer zu 100 Prozent dabei und loyal.“ Geht es nach ihm, spielt Marjan ihre Paraderolle bis zu ihrem Tod – in 33 Jahren. „Sie wird 103, hat mir eine Wahrsagerin mal gesagt.“

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Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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