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Mainz

Weltkriegsbombe in Mainz gefunden – Entschärfung am Sonntag

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe beginnt am Sonntag um 17 Uhr. Um 15 Uhr startet die Evakuierung der Anwohner. Details zum betroffenen Gebiet, zu Auffangbussen und zum Ablauf sowie einen Stadtplan gibt es hier.

Bombenfund in Mainz: Dieses Gebiet muss evakuiert werden. Zur Vergrößerung bitte anklicken!
Bombenfund in Mainz: Dieses Gebiet muss evakuiert werden. Zur Vergrößerung bitte anklicken!
Foto: Stadt Mainz

Mainz – Am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr beginnt die Entschärfung der 125 Kilo-Bombe, die am Freitag im Ortsteil Hartenberg-Münchfeld „Am Fort Gonsenheim“ gefunden wurde.

Wie Jürgen Franz, Leiter der städtischen Ordnungsabteilung auf MRZ-Anfrage mitteilte, wurde der Blindgänger bei Erdarbeiten nahe dem früheren Fußballplatz („Don Bosco“) gefunden. Ein Baggerfahrer hatte die Bombe bei Bauarbeiten beschädigt. Sie ist ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg. Woher sie genau stammt, ob etwa von Amerikanern oder Engländern, ist noch nicht klar.

Im Radius von 300 Metern müssen Anwohner und Mitarbeiter von Berieben die Gefahrenzone während der Entschärfung verlassen. Die Evakuierung von rund 1400 betroffenen Mainzern beginnt am Sonntag um 15 Uhr.

Der Gefahrenbereich liegt innerhalb folgender Grenzen:

  • im Norden: „Kerschensteiner Straße“
  • im Osten: „Rektor-Plum-Weg“
  • im Süden: „Schopenhauerweg“
  • im Westen: Kreuzung „An der Allee“/„Am Fort Gonsenheim“.

Die Bewohner der folgenden Straßen haben laut Angaben der Stadt Mainz bereits Flugblätter erhalten und werden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen:

  • Am Fort Gonsenheim 20 – 66 sowie 41 – 83
  • Am Gonsenheimer Spieß 16 – 28 sowie 81 – 113 a
  • Am Jugendwerk 2 – 30 sowie 3 – 19
  • Am Taunusblick 4 – 6 sowie 3 – 7
  • An der Allee 24 – 118 und 19 – 77
  • Dijonstr. 1 – 43 sowie 2 – 8
  • Kantstr. 26 – 34 sowie 77 – 81
  • Kerschensteiner Str. 23, 29, 31
  • Rektor-Plum-Weg 2 – 12
  • Ricarda-Huch-Str. 9 – 25 b
  • Watfordstr. 1 – 5 sowie 2 – 10.

Die Evakuierung übernehmen das Ordnungsamt und der Katastrophenschutz. Deren Mitarbeiter läuten an den Türen der betroffenen Wohnhäuser, das Technische Hilfswerk (THW) wird zudem über Lautsprecher Durchsagen vornehmen.

Laut Jürgen Franz liegt besonderes Augenmerk auf Senioren und Behinderten, die Hilfe brauchen. Wer für die Zeit der Evakuierung eine Anlaufstelle sucht, sollte zu den Bussen der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) an der Haltestelle „Am Jugendwerk“ oder in der Straße „An der Allee“ in Höhe der „Ida-von-Hahn-Straße“ gehen. Sie bringen die Passagiere zur Gaststätte „Schützenhaus“.

Ab 14 Uhr am Sonntag wird ein Bürgertelefon unter 06131/993434 freigeschaltet. Wer Fragen hat oder besondere Hilfe wie einen Behindertentransport oder einen Krankenwagen benötigt, kann sich an diese Nummer wenden.

Entschärfung dauert geschätzt 10 bis 30 Minuten

Um 17 Uhr beginnt die Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst. „Wie lange das dauert, hängt unter anderem davon ab, wie schnell der Zünder aus der Bombe geht. Wir rechnen momentan mit 10 bis 30 Minuten, sofern alle glatt läuft“, berichtet Franz. Seine Sorge gilt vor allem älteren Menschen, die nicht mehr mobil sind. „Der Aufwand für eine solche Entschärfung ist erheblich. Und gerade bei Älteren kommen da schlimme Erinnerungen an den Krieg wieder hoch.“

Entspannt wird die Situation wohl durch die Ferien. Einige Anwohner dürften sich im Urlaub befinden. Außerdem liegen weder Bahnstrecken noch das Bruchwegstadion oder der SWR im Evakuierungsgebiet.

Ludwigshafen muss ebenfalls evakuieren

Auch in Ludwigshafen rückt am Sonntag der Kampfmittelräumdienst an. Dort wurde am Donnerstag eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Etwa 2800 Menschen müssen deshalb ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch das nahe gelegene Polizeipräsidium wird evakuiert.

Mancher wird sich noch gut an den Dezember erinnern: Damals mussten 45.000 Koblenzer ihre Häuser verlassen, Heime und Hospitäler geräumt werden, weil eine Fliegerbombe entschärft wurde. Alexandra Schröder

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