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    St. Christoph bröckelt – Kirche abgesperrt

    In der St. Christophskirche wurden Risse und lockere Steine entdeckt. Nun ist die nähere Umgebung aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

    Der Turm des Mahnmals St. Christoph zeigt Risse.
    Der Turm des Mahnmals St. Christoph zeigt Risse.
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Die nähere Umgebung des Turms der St. Christophskirche zwischen Christophsgasse und Karmeliterplatz ist mit Bauzäunen abgesperrt. Im und am Turm habe man laut Diözesanbauamt Risse und lockere Steinteile festgestellt.

    Laut Bistumssprecher Tobias Blum eine reine Vorsichtsmaßnahme. "Da ist nichts herab gestürzt." Zur Sicherheit habe man auch den Innenraum des Kirchenschiffs gesperrt, der für Gottesdienste genutzt wird. Laut Blum gehört der überdachte Bereich von St. Christoph der katholischen Kirche, der Turm und das Mahnmal jedoch der Stadt Mainz. Heute solle ein Statiker das Gebäude in Augenschein nehmen. Dann werde im Laufe der Woche entschieden, ob und was unternommen werden müsse.

    Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr: "Seit Ende Mai ist der Turm nach einer Befahrung mit einem Hubsteiger wegen etwaiger Schäden eingezäunt." Ein Restaurator habe konkrete Schäden am Turm festgestellt. Senkrechte Risse im Innern müssten jetzt näher untersucht werden. Vorläufig sei auch der Gottesdienstraum gesperrt worden. "Es hat sich kein Brocken gelöst, sondern es wurden bei der Befahrung kleinere Bauteile entfernt und gesichert", stellt Peterhanwahr klar.

    Erstmals wurde die ehemalige Pfarrkirche 893 urkundlich erwähnt. Sie gilt als die Taufkirche Johannes Gutenbergs. Bis auf ihren romanischen Turm mit den Doppelfenstern aus der Zeit um 1240 stammt der heutige Bau aus den Jahrzehnten von etwa 1280 bis 1330. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Kirche renoviert und im Barockstil umgestaltet. 1762 wurde die Pfarrkirche erneuert. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bis auf die Grundmauern zerstört: Während des Fliegerangriffs auf Mainz 1942 brannte St. Christoph aus, bei einer erneuten Bombardierung am 27. Februar 1945, des schwersten Angriffs auf die Domstadt, gaben Sprengbomben dem Gewölbe den Rest - es stürzte vollends ein. Nach dem Krieg wurden die Außenmauern wieder aufgerichtet und auf der Nordseite durch Betonstützen abgesichert Alljährlich wird hier den Opfern der Bombenangriffe auf Mainz gedacht. Jochen Dietz

    Wie lange muss die Ruinenkirche noch gesperrt bleiben?Jetzt sammelt die Stadt für Ruine von St. Christoph
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