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Wiesbaden

Schwerverletzte und Chaos durch Schneefälle in Wiesbaden

Fünf zum Teil schwer verletzte Personen meldet das Polizeipräsidium Westhessen seit dem Schneeeinbruch von Mittwochabend. Im Berufsverkehr ging rund um die Stadt am Donnerstag teilweise gar nichts mehr.

In Wiesbaden entspannt sich die Verkehrssituation nur langsam.
In Wiesbaden entspannt sich die Verkehrssituation nur langsam.
Foto: DPA

Wiesbaden – Wegen der starken Schneefälle in der vergangenen Nacht ist es in Wiesbaden und im Rheingau-Taunus-Kreis zu zahlreichen Unfällen gekommen, bei denen mehrere Personen verletzt wurden und hohe Sachschäden entstanden sind.

Im morgendlichen Berufsverkehr ging rund um Wiesbaden teilweise gar nichts mehr, berichtet das Polizeipräsidium Westhessen. Ursächlich dafür waren unter anderem die Vollsperrungen der Bundesstraße 417 über die Platte seit Mittwochabend ab 22.20 Uhr und die Sperrung der Hohen Wurzel ab 21.15 Uhr. Die Sperrung der Bundesstraße 417 dauerte bis zum einsetzenden

Berufsverkehr am Donnerstag an, wodurch viele Berufspendler aus Richtung Limburg-Weilburg betroffen waren.

Mehrere Kreis- und Landstraßen mussten wegen Schneebruchgefahr und Schneeverwehungen ebenfalls gesperrt werden. Das technische Hilfswerk und Rettungsdienste wurden mit starken Kräften zum Zwecke von Bergungs- und Versorgungsmaßnahmen eingesetzt.

Erst am späteren Vormittag wurde das ganze Ausmaß der Situation sichtbar, denn viele Pkw- und Lkw-Fahrer hatten, auf den Gefäll- und Steigungsstrecken rund um die Landeshauptstadt, ihre Fahrzeuge verlassen und teilweise mitten auf der Straße, aber auch festgefahren im Straßengraben, stehen gelassen. Diese Fahrzeuge mussten von Abschleppunternehmen entfernt werden.

Ebenfalls von den Schneemassen betroffen war die A 3, auf der es in beiden Richtungen bis in die Morgenstunden zu erheblichen Behinderungen durch Bergungsarbeiten kam. Teilweise wurden hier Fahrzeuge wegen fehlender Winterreifen auf die Standspur geschoben und dort ebenfalls stehen gelassen.

Zu einem kilometerlangen Stau kam es in den frühen Morgenstunden durch einen ungarischen Lkw, der in Richtung Limburg unterwegs war und vermutlich aufgrund von Sommerbereifung ins Rutschen kam. Der Lkw stellte sich quer zur Fahrbahn und musste ab- und umgeladen werden,

um seine Fahrt fortsetzten zu können.

Die Polizeireviere und Station im Rheingau-Taunus-Kreis und in Wiesbaden sowie die Autobahnpolizei Wiesbaden, registrierten bis zum Vormittag rund 25 Verkehrsunfälle, die auf Eis- und Schneeglätte zurückzuführen waren. Dabei wurden fünf Personen teilweise schwer verletzt.

Ein 22-jähriger Autofahrer konnte am Mittwochabend gegen 19.20 Uhr, auf der schneeglatten Fahrbahn der Saarstraße in Schierstein, seinen Pkw nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und prallte gegen eine 73-jährige Fußgängerin, die die Fahrbahn überschreiten wollte. Die

Frau wurde mit Knochenbrüchen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Auf der Bundesstraße 54, in Höhe von Hohenstein-Breithardt, geriet am Mittwochabend gegen 18.25 Uhr ein 44-jähriger Autofahrer in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und prallte dort mit dem Fahrzeug einer 50-jährigen Autofahrerin aus Hohenstein frontal zusammen. Die 50-Jährige wurde schwer verletzt in einem Krankenhaus aufgenommen.

Die Höhe der entstandenen Sachschäden kann derzeit noch nicht beziffert werden, dürfte aber im Bereich von mehreren zehntausend Euro liegen, schätzt die Polizei.

Mainz
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