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    Radarkontrollen: Mainzer Autofahrer fühlen sich abgezockt

    Deutlich mehr Radarkontrollen als bisher wird es zukünftig im Mainzer Stadtgebiet geben. Wie die MRZ berichtete, hat die Stadt seit dem 1. März das "Blitzen" von der Polizei übernommen. Bei einer Umfrage der MRZ zeigt sich: Viele Mainzer Autofahrer halten das für eine Haushaltsaufbesserungsmaßnahme, kurz für "Abzocke".

    Mainz – Deutlich mehr Radarkontrollen als bisher wird es zukünftig im Mainzer Stadtgebiet geben. Wie die MRZ berichtete, hat die Stadt seit dem 1. März das "Blitzen" von der Polizei übernommen. Bei einer Umfrage der MRZ  zeigt sich: Viele Mainzer Autofahrer halten das für eine Haushaltsaufbesserungsmaßnahme, kurz für "Abzocke".

    "Abzocke" ist das mit Abstand am häufigsten gebrauchte Wort der Angesprochenen. Der allgemeine Tenor: Die Kontrollen sind übertrieben. "Das ist Abzocke, besonders dort, wo keine Fußgänger sind oder irgendeine andere gefährliche Stelle ist", empört sich Nicole, eine Abendschülerin aus Mainz. Sie gibt zu, "bis jetzt selbst immer ein bisschen schneller als erlaubt" gefahren zu sein. Schließlich habe es bisher kaum eine Überwachung der Geschwindigkeit gegeben. Auch die Polizeikontrollen sind ihrem Empfinden nach angestiegen: "Allein in diesem Jahr wurde ich schon viermal angehalten!"

    Die Argumentation, dass durch die Radarkontrollen vor allem die Sicherheit an Straßenzügen mit Kindergärten, Schulen, Kliniken oder Altenheimen erhöht werden soll, lassen die meisten Befragten nicht gelten. Für Kontrollen an diesen Stellen gibt es großes Verständnis. Hier differenzieren die meisten Autofahrer aber sehr genau: Als Rechtfertigung für Radarkontrollen an anderen Punkten sehen viele das nicht. Auf der Rheinallee oder ähnlichen Straßen, wo gerne mal etwas schneller als erlaubt gefahren wird, halten die meisten die Kontrollen für Abzocke. "Ich bin für Sicherheit, aber nicht wenn man nur fünf Stundenkilometer zu schnell fährt!", findet die 36-jährige Sevdije Azemi.

    In eine ganz andere Richtung argumentiert Holger Lichtl: "Ich finde das gut, denn so werden die Leute dazu gezwungen, sich an die Regeln zu halten". Der 48-Jährige meint, dies diene der Allgemeinheit. Man könne nicht auf der einen Seite Regeln aufstellen, andererseits aber deren Einhaltung nicht kontrollieren. Empört über die vermeintliche Abzocke der Autofahrer ist er im Gegensatz zum Gros der Befragten nicht. "Wer sich nach den Vorschriften richtet, hat nichts zu befürchten", bemerkt eine andere Autofahrerin. tto

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