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    Mainz

    Mit Muskelkraft zum Weltrekord

    Der 36 Jahre alte Carlo Triberti steht seit dem Jahr 2010 im Guinness Buch der Rekorde. Seine Kraftshow präsentiert er derzeit beim Zirkus Carl Busch. Der Zirkus gastiert auf dem Mainzer Messegelände in Hechtsheim.

    Er zerreißt Eisenketten und verbiegt Bratpfannen mit der bloßen Hand: Carlo Triberti.
    Er zerreißt Eisenketten und verbiegt Bratpfannen mit der bloßen Hand: Carlo Triberti.
    Foto: Michael Bellaire

    Mainz - Der Fernseher läuft im Wohnwagen der Familie Triberti auf dem Hechtsheimer Messegelände. Auf schnellem Italienisch kündigt die Moderatorin einer der beliebtesten italienischen Sendungen namens "Lo Show dei Record - Guinness World Records" einen Mann an, der einen neuen Rekord aufstellen wird - im Rollen von Bratpfannen mit bloßen Händen.

    Foto: Harry Braun

    Der Mann heißt Carlo Triberti. Acht Bratpfannen verbog er am 27. März 2010 innerhalb von einer Minute mit reiner Muskelkraft - in der Show sieht es aus, als bestünden die eisernen Pfannen aus Gummi. Seit etwa drei Monaten arbeitet der 36-Jährige nun für den Zirkus Carl Busch, der gerade in Mainz gastiert.

    Carlo Triberti nennt sich "Strong man", also "Kraftmann". Seit 1999 übt er sich im Heben, Stemmen und Biegen von Gegenständen und präsentiert sein Können in spektakulären Shows: Nägel treibt er mit der bloßen Faust in eine Holzplanke und zieht sie mit dem Mund wieder heraus, mit seiner Frau Nancy führt er eine rasante Rollschuhnummer auf einem sich drehenden Podest vor.

    Seine Auftritte gestaltet der "echte Italiener" stets im römischen Stil. Geboren und aufgewachsen ist Triberti in Italien im Zirkus seiner Eltern, dem "Circo Triberti". Mit dreieinhalb Jahren machte er bei einer Nummer mit, die seine Familie mit fünf Elefanten einstudiert hatte. Zusammen mit seinen fünf Brüdern und drei Schwestern trat er im Jugendalter in einer großen Rollschuhnummer auf. Später ging die Zirkusfamilie auf Tour durch Deutschland und die Niederlande und konzentrierte sich auf Artistik und Shows.

    "Mein Vater und mein Onkel waren beide Trapezartisten", erzählt Triberti und verschweigt nicht die Gefahren, die mit der Zirkusarbeit verbunden sind: "Man muss sich sehr konzentrieren, egal wie viele Menschen im Zuschauerraum sitzen. Denn wenn die Gedanken woanders sind, können Unfälle passieren." Er weiß, wovon er spricht: Sein Onkel starb 1997 nach einem Sturz aus 20 Metern Höhe.

    Aber der Muskelmann hat keine Angst. Er weiß, dass er sich auf seinen Körper verlassen kann. Training ist drei bis vier Mal pro Woche angesagt. "Besonders vor der Vorstellung müssen die Muskeln warm sein, dann klappt das schon."

    Einen besonderen Trick braucht man laut Triberti nicht, um Kraftakte wie sein berühmtes Pfannenbiegen zu vollbringen. "Natürlich spielt Technik eine Rolle. Entscheidend ist aber die Muskelkraft." Und die muss man jahrelang antrainieren - dann klappt's auch mit dem Eintrag ins Guinness Buch. Friederike Seitz

    Impressionen von Carl Busch: Über 110 Jahre Show in der Manege
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