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    Ludwigsstraßen-Pläne: Ausschuss lässt Bürger draußen

    Es sieht aus nach einer Ohrfeige für Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP): Nur die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses erfuhren am Dienstag aus erster Hand, wie sich nach Eröffnung des Karlsruher Einkaufszentrums "Ettlinger Tor" dort Kundenströme und Einkaufsverhalten verändert haben.

    Die Entwicklungsgesellschaft ECE hat das Einkaufszentrum Ettlinger Tor in Karlsruhe gebaut. Der Mainzer Wirtschaftsausschuss will jeden Eindruck vermeiden, in Mainz sei eine Vorentscheidung für ECE gefallen. 
Foto: ECE
    Die Entwicklungsgesellschaft ECE hat das Einkaufszentrum Ettlinger Tor in Karlsruhe gebaut. Der Mainzer Wirtschaftsausschuss will jeden Eindruck vermeiden, in Mainz sei eine Vorentscheidung für ECE gefallen.
    Foto: ECE

    Mainz - Es sieht aus nach einer Ohrfeige für Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP): Nur die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses erfuhren am Dienstag aus erster Hand, wie sich nach Eröffnung des Karlsruher Einkaufszentrums "Ettlinger Tor" dort Kundenströme und Einkaufsverhalten verändert haben. Sitte hatte auf eigene Faust "vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder des Ausschusses" eigens die Presse eingeladen. Doch die musste draußen bleiben.

    Der Grund: Das Haus in Karlsruhe wurde von der Gesellschaft ECE entwickelt, die gerne auch das neue Einkaufszentrum auf der Ludwigsstraße errichten möchten. Ob ECE dafür den Zuschlag erhält oder Konkurrent Multi Development, ist indes längst nicht ausgemacht. Und der Ausschuss wollte jeden Eindruck vermeiden, hier sei bereits eine Vorentscheidung gefallen. Andrea Scholz von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe informierte daher nur die Kommunalpolitiker, die nun auf Informationen über weitere vergleichbare Projekte warten.

    Die Zeit drängt. Schließlich will Oberbürgermeister Jens Beutel noch in der ersten Jahreshälfte die Entscheidung darüber, welcher Investor mit der Entwicklung des rund 10 000 Quadratmeter großen Geländes zwischen Ludwigsstraße, Weißlilien- und Eppichmauergasse entwickeln soll. Die Hamburger ECE und die niederländische Multi Development sind die beiden heißen Kandidaten für das Projekt. Für dessen Erfolg ist OB Jens Beutel die ständige Abstimmung zwischen den zuständigen Fachdezernaten von zentraler Bedeutung. Dazu gehöre die Erörterung offener Fragen und Entscheidungen ebenso wie wie die Aufgabenverteilung im Einzelfall.

    Laut Oberbürgermeister Jens Beutel ist der Erfolg des Projekts aber auch damit verbunden, "dass Innenstadtakteure und die Bürger frühzeitig eingebunden werden". Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte zieht Parallelen zu vergleichbaren Großstädten: "Vielerorts ist es gelungen, mit der Ansiedlung großer innerstädtischer Einkaufszentren einen positiven Impuls für die Entwicklung des Einzelhandels zu setzen und Wachstum zu fördern", sagt Sitte.

    Im Mittelpunkt müssten aber klare Festlegungen zur konzeptionellen Einbindung in die bestehenden Einzelhandelsstrukturen stehen. Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) legt dagegen Wert auf eine gewissenhafte städtebauliche Begleitung und Rücksichtnahme auf gestalterische Aspekte.  Sabine Jakob und Joachim Knapp

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