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Nieder-Olm

Eckes-Granini meldet saftigen Umsatzverlust

Für Preiserhöhungen um jeweils 10 Cent für Säfte in den Jahren 2011 und 2012 haben die Verbraucher der Eckes-Granini Deutschland GmbH im vergangenen Jahr die Quittung erteilt. Der Absatz des Saftherstellers ist im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 351 Millionen Liter geschrumpft, der Umsatz brach von 329 Millionen (2011) auf 298 Millionen Euro ein. Ein Minus, dass die Gesellschaft laut Geschäftsführer Heribert Gathof einkalkuliert hat.

Geschmackskontrolle: Eckes-Granini setzt bei den Produkten auf Qualität. Und schlägt sich damit im wacker im rückläufigen deutschen Gesamtmarkt für alkoholfreie Getränke, der 2012 Absatzverluste von 7,1 Prozent hinnehmen musste. 
Foto: dpa
Geschmackskontrolle: Eckes-Granini setzt bei den Produkten auf Qualität. Und schlägt sich damit im wacker im rückläufigen deutschen Gesamtmarkt für alkoholfreie Getränke, der 2012 Absatzverluste von 7,1 Prozent hinnehmen musste.
Foto: dpa – picture-alliance

So haben sich dem Geschäftsführer zufolge die Kosten für Rohstoffe wie etwa Orangensaftkonzentrat seit 2010 verdoppelt. Das führte dazu, dass der Handel die Aktionspreise für "Hohes C" und "Granini" von einem Euro überschritten hat. "Eine schwierige Grenze", wie Gathof erklärte. Die Konsumenten hätten darauf mit starker Zurückhaltung reagiert. "Einige Verbraucher sind komplett ausgestiegen. Stammkunden haben ihre Bevorratung bei Gebinden mit sechs Flaschen zurückgefahren."

Dennoch läutet das Unternehmen im April eine neue Preisrunde mit einem Aufschlag von weiteren 10 Cent ein. "Nicht die Menge, sondern der Wert der Produkte ist unser Thema", steht für Gathof die Qualität an erster Stelle. Und die hat ihren Preise. "Für den Handel sind wir aber nach wie vor attraktiv, wir haben keine Aktionen verloren." Da sich die Kosten für Rohwaren nun auf einem hohen Niveau stabilisiert haben, ist nach den Worten des Geschäftsführers im nächsten Jahr nicht mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen. Auch liefen die Aktionen derzeit wieder besser, so dass Eckes-Granini im laufenden Geschäftsjahr von einem Umsatz auf Vorjahresniveau ausgeht.

Sowohl im Handel als auch in der Gastronomie hat die Gesellschaft 2012 ihre Marktführerschaft bei Fruchtgetränken (15,5 Prozent) behauptet. In jedem dritten Haushalt kommt "Hohes C" und "Granini" auf den Tisch. Unter anderem eine Folge der stetig erweiterten Produktpalette. Mit fünf bis acht Innovationen wartet das Unternehmen jährlich auf. Als wichtige Meilensteine nannte Gathof bei der Marke "Hohes C" die Varianten "Heimische Früchte" und die Einführung von "Hohes C Naturelle Sport".

Weitere Akzente setzten die Nieder-Olmer 2013 mit Granini Lemonfresh. Das ebenfalls neue Sortiment "Hohes C Plus" ist angereichert mit gesunden Nährstoffen.

Ab April betritt das Unternehmen Neuland: Mit "Die Limo" bringt Eckes-Granini eine Limonade in drei Geschmacksrichtungen auf den Markt, die den Nerv der Erwachsenen treffen soll: weniger Zucker als in Konkurrenzprodukten, etwas herber im Geschmack, ein Fruchtsaftanteil zwischen 10 und 18 Prozent und Zusätze wie etwa Lemongras.

"Die Konsumenten lieben die Abwechslung, und der Markt hält eine Nische bereit", begründet Gathof diesen Schritt. Auch wenn er bei der Einführung nicht den "Paukenschlag" erwartet, hält er im ersten Jahr einen Absatz von einer Million Liter für durchaus realistisch. Immerhin sei der Markteinführung eine zweijährige Entwicklungszeit vorausgegangen. Generell gelte aber: "Wir wollen dieses Feld langsam aufbauen", so Gathof. 1,29 Euro soll die Literflasche kosten. Rewe und Real haben die Limonade bereits gelistet. Schon erfolgreich im Geschäft ist dagegen die Sirupmarke "Yo". "Hier wurden unsere Erwartungen mit einem wertmäßigen Wachstum von 68 Prozent übertroffen", resümierte Gathof.

Derzeit ist die Produktion gut ausgelastet, in den Werken in Bad Fallingbostel (Niedersachsen) und Bröl (Nordrhein-Westfalen) werden vor Ostern Zusatzschichten gefahren. Insgesamt beschäftigt Eckes-Granini Deutschland mehr als 500 Mitarbeiter, am Nieder-Olmer Verwaltungssitz arbeiten 250. Für seine familienfreundliche Personalpolitik wurde das Unternehmen zertifiziert. Sabine Jakob

Mainz
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