40.000

Köln"Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln: Koblenz als Hauptstadt der Republik

Wolfgang M. Schmitt

Arnolt Bronnen – dieser Name wäre eine Provokation, wenn er noch geläufig wäre. Hin und wieder wird noch sein Skandalstück „Vatermord“, dass das bürgerliche Trauerspiel in eine tödliche Sackgasse führt, gegeben, sonst aber ist Bronnen von den Bühnen dieser Republik verschwunden, und seine Prosa verstaubt in Antiquariaten. Dabei ist der 1895 geborene Schriftsteller eine der schillerndsten Gestalten des literarischen Lebens in der Weimarer Republik. Nachdem „Vatermord“ 1922 in Frankfurt uraufgeführt wurde, trieb sich Bronnen in Berlins Intellektuellenkreisen herum. Dort lernte er Bertolt Brecht kennen, arbeitete und lebte mit ihm zusammen. Es war eine homoerotische Verbindung, die Bronnen in dem 1960 posthum erschienenen Buch „Tage mit Bertolt Brecht. Die Geschichte einer unvollendeten Freundschaft“ verarbeitete.

Beide einte sowohl der expressionistische Stil als auch der antibürgerliche Affekt, das Politische aber trennte sie bald. Brecht blieb Kommunist und brachte das in seinen Lehrstücken immer stärker zum Ausdruck, ...

Lesezeit für diesen Artikel (519 Wörter): 2 Minuten, 15 Sekunden
Jetzt weiterlesen

Sie sind bereits Abonnent der Zeitung und haben noch keine Zugangsdaten? Hier kostenlos registrieren

 

Alle Angebote im Überblick.

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net

Kultur
Meistgelesene Artikel
Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
Claus Ambrosius 

Leiter Kultur

Claus Ambrosius

 

Kontakt per Mail

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Redakteurin Kultur

Anke Mersmann

 

Kontakt per Mail

Anzeige
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!