Archivierter Artikel vom 25.05.2010, 07:40 Uhr

Ganz legale Sprühflächen

„Graffiti sollen nicht ganz von der Straße verschwinden“, erklärt Holger Marquardt von der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Koblenz unserer Zeitung.

An der „Hall of Fame“ in Koblenz entstehen Kunstwerke.
An der „Hall of Fame“ in Koblenz entstehen Kunstwerke.
Foto: Anna Lampert

Aber sie sollen auch niemanden stören. Deshalb beinhaltet das Projekt „Saubere – sichere Stadt“ in Koblenz neben der Graffiti-Beseitigung auch das bewusste Schaffen von Flächen zum legalen Sprühen.

An der „Hall of Fame“ an der Weinbergstraße in Koblenz-Lützel darf seit fast neun Jahren sprayen, wer will. Die einzigen Regeln: Die Jugendlichen müssen das Gelände sauber halten und dürfen nicht über die freigegebenen Flächen hinaus sprühen. „Das funktioniert wunderbar“, sagt Marquardt. „Es sind richtige Kunstwerke entstanden.“

Auch hier dürfen legal Graffiti gesprüht werden:

Brückenkopf, Wiesbaden: Unter der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz-Kastel befindet sich mit 3000 Quadratmetern Fläche das größte Gelände für Graffiti im Rhein-Main-Gebiet. Vom 11. bis 13. Juni findet hier das große Graffiti-Festival „Meeting of Styles“ statt.

Unterführung A 66, Wiesbaden: In Wiesbaden-Gibb im Stadtteil Bieberich bieten drei Unterführungen unter der A 66 rund 1000 Quadratmeter Sprühfläche.

Jugendzentrum Exzellenzhaus, Trier: Am Parkplatz und der „Nordbadwand“ kann gesprüht werden.

„Hall of Fame“, Kaiserslautern: Auf dem Gelände der ehemaligen Kammgarn-Spinnerei sind Flächen für Graffiti entstanden. (ala)