Archivierter Artikel vom 23.08.2010, 00:00 Uhr
Hacker

Ein ungutes Gefühl

nichts ist vor diesen Computerfreaks sicher, und wir geben ihnen immer mehr, womit sie „spielen“ können. Das Spinnennetz der Elektrokabel und -drähte zieht sich immer enger um den Globus und durchs Auto.

Es kommentiert Axel Müller
Es kommentiert Axel Müller

Von Axel Müller

Hacker – nichts ist vor diesen Computerfreaks sicher, und wir geben ihnen immer mehr, womit sie „spielen“ können. Das Spinnennetz der Elektrokabel und -drähte zieht sich immer enger um den Globus. Die drahtlosen Kommunikationsknotenpunkte im All tragen ein Übriges zur gewollten und immer öfter auch ungewollten „Verbundenheit“ bei. Wer erst einmal im Netz gefangen ist, der kommt nur schwer wieder heraus. Das Einzige, das ihm zu tun bleibt, ist, sich zu schützen – mit immer höheren Firewalls und immer aggressiveren Virenvernichtern.

Dass jetzt auch im Auto, diesem einst unangreifbaren Objekt der individuellen uneingeschränkten Mobilität, die Schlacht gegen die „Krankheitserreger“ aus der virtuellen Unterwelt geschlagen werden muss, ist schlicht ärgerlich. Denn wir verlieren ein Stück Selbstbestimmung, das wir bei der Fahrt durch Stadt und Land genießen durften. Jetzt manövriert man den fahrbaren Untersatz mit einem unguten Gefühl im Bauch: Zeigt das Navi den gewünschten Weg? Zeigt der Tacho die richtige Geschwindigkeit? Fährt hier ein Computer – oder ich?