Archivierter Artikel vom 30.10.2014, 06:00 Uhr

Bundesweiter Vorlesetag am 21. November

Der bundesweite Aktionstag der Stiftung Lesen am 21. November wird von der „Zeit“ und der Stiftung der Deutschen Bahn unterstützt und findet in diesem Jahr zum elften Mal statt. Mitmachen kann jeder, der Spaß am Vorlesen hat. Seit 2004 haben sich etwa 150.000 Vorleser und eine Million Zuhörer an der Aktion beteiligt.

Bevorzugte Orte sind Kindergärten, Grundschulen und Bibliotheken. Zahlreiche Kultureinrichtungen organisieren darüber hinaus weitere Leseveranstaltungen. Viele Prominente machen jedes Jahr mit, in den Gemeinden schlüpfen häufig auch die Bürgermeister für einen Tag in die Rolle des Vorlesers. Viele Ehrenamtliche engagieren sich schon jetzt über das ganze Jahr in Einrichtungen als sogenannte Lesepaten. Weitere Helfer werden aber gesucht.

Wenn Sie selbst vorlesen möchten oder wissen wollen, was in Ihrer Region geplant ist: Weitere Informationen finden Sie auf www.vorlesetag.de

Mainzer Stiftung wirbt seit 1988 für das Lesen

Die Stiftung Lesen mit Sitz in Mainz versteht sich als Anwalt für die Lese- und Medienkompetenz in Deutschland. Unter anderem mit wissenschaftlichen Studien und politischen Empfehlungen versucht sie, sich für die Verbesserung der Lesekompetenz in der Gesellschaft einzusetzen. Die Stiftung Lesen besteht seit 1988 und ging damals aus dem Verein Deutsche Lesegesellschaft hervor.

Worauf es beim Vorlesen ankommt

Hilfreich ist es, als Vorlesender eine behagliche Atmosphäre für das Kind zu schaffen, sodass es sich wohlfühlt und sich ganz auf die Geschichte einlassen kann. Wenn Sie etwa zusammen ein Bilderbuch anschauen und dazu dessen Text vorlesen, sollten Sie Ihrem Kind Raum für das Verarbeiten des Gelesenen geben, indem Sie es einbeziehen und mit ihm über das Gehörte sprechen. Sie können auch versuchen, Anknüpfungspunkte zum eigenen Erfahrungsschatz des Kindes zu finden. Dabei lernen die Kinder schon grundlegende Strukturen, die solche Geschichten beinhalten: Sie sind spannend, sie sind vielleicht nicht immer wahr, sondern fiktional, und sie funktionieren manchmal nach dem gleichen Schema.

Drei Meilensteine für den Lesestart

Um Kinder so früh wie möglich mit dem Thema Lesen in Kontakt zu bringen, haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Stiftung Lesen Ende 2011 das bundesweite Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ ins Leben gerufen. Dreimal erhalten Kinder in ihren ersten sechs Lebensjahren über das Lesestart-Programm ein Buch, die Eltern bekommen begleitend Informationen zur Sprach- und Leseerziehung. „Lesestart 1“ richtet sich an Eltern von einjährigen Kindern. Im Zuge der Vorsorgeuntersuchung U6 übergibt ihnen der Kinder- und Jugendarzt ein kostenloses Lesestart-Set. Darin befinden sich unter anderem ein altersgerechtes Buch sowie Lesetipps und Informationen in mehreren Sprachen. „Lesestart 2“ zielt auf dreijährige Kinder und ihre Eltern, die diesmal ihr altersgerechtes Lesestart-Set über örtliche Bibliotheken erhalten. Für die dritte Lesestart-Phase ab 2016 ist für jedes Kind mit dem Eintritt in die Schule ein Set vorgesehen.