Archivierter Artikel vom 21.11.2020, 08:00 Uhr
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Frankfurt

Tatort-Kritik: Wo nur ein Moment das Schöne und das Böse trennt

Es gibt Kippmomente in „Tatort“-Fällen, bei denen sich Zuschauer entscheiden müssen, ob sie weiterschauen oder doch lieber abschalten. Im jüngsten Fall aus Münster gab es diesen Moment, als sich Jan Josef Liefers alias Prof. Boerne ins Reich der Halbtoten verabschiedete und als Geist ermittelte. Besonders oft kommt es in den Fällen des Felix Murot zu diesen Kippmomenten. Ulrich Tukurs Alter Ego liebt das Abgedrehte, das Außergewöhnliche, die Anspielungen auf Filme. Seit Jahren dient die „Murot“-Reihe der ARD als „Tatort“-Experimentierbühne. Und so gibt es auch diesmal diesen Kippmoment, der den Zuschauer zwischen Kopfschütteln und Verblüffung schwanken lässt.

Von Christian Kunst Lesezeit: 3 Minuten