Archivierter Artikel vom 18.03.2014, 11:15 Uhr
Berlin

Twitter-Königin Kate Perry schafft's jetzt zu Madame Tussauds

Auf Twitter ist sie die Königin mit 51,5 Millionen Followern, bei Madame Tussauds fehlte sie bislang. Doch jetzt folgt Katy Perry in Berlin Lady Gaga, Rihanna und Justin Bieber.

Katy Perry in der „Maske“ in London: Noch ist sie in London bei Wachskünstlerin Karen Wise, übers Wochenende soll sie nach Berlin kommen und dort einen Platz bei Lady Gaga und Rihanna finden. Foto: Madame Tussauds

Sie sieht aus, als könnte sie jeden Moment los laufen: Wenn Katy Perry in den nächsten Tagen bei Madame Tussauds in Berlin einzieht, dann ist den Wachskünstlern ein Meisterwerk gelungen. Dafür musste sie ja auch Kolleginnen den Vortritt lassen: Lady Gaga etwa hatte Berlin sogar schon nach London verlassen, um komplett neu gestylt zu werden.

„Roar hat Katy Perry den Push gegeben“: Wenn man nachfragt, wie es die 29-Jährige jetzt zu Madame Tussauds geschafft hat, bekommt man als Erklärung den Song der Künstlerin aus dem Jahr 2013 genannt. Danach sei sie in der Beliebtheit der Besucher nach oben geschossen. Denn: Wer in dem Wachsfigurenkabinett landet, ist dorthin gewählt worden. Es gehe wirklich nur danach, wer die meisten Stimmen von Besuchern bekommt. Jeder Besucher kann elektronisch eine Stimme abgeben, wen er gerne sehen würde. Drei bis fünf Figuren kommen im Jahr neu nach Berlin, jede rund 200.000 Euro teuer, oft in Originalkleidern der entsprechenden Designer.

Wenn Katy Perry jetzt bei Madame Tussauds in Berlin einzieht, dann trifft sie auch auf Rihanna. An die wurde im Sommer 2011 letzte Hand angelegt – und zum Oktoberfest 2013 schlüpfte die auch schon mal ins Dirndl.

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Lady Gaga war bereits 2010 in Berlin und zeitgleich in sechs anderen Standorten begrüßt worden.

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Umgestylt: Als Lady Gaga zurück kam aus London, wear sie erste Passagierin des neuen BERliner Flughafens – zumindest stellte Madame Tussauds die entsprechende Situation...

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Justin Bieber zog fast auf den Tag genau vor zwei Jahren in Berlin ein – hier mit einem Küsschen „begrüßt“ von Schauspielerin Sila Sahin. Bis die dann auch als Wachsfigur dort stehen wird, muss aber wohl noch viel passieren...

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Robin Williams als Zirkusdirektor, vor einigen Tagen als Karnevalsopfer...

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Ja, Britney Spears. 2009 war die so angesagt, dass sie es auch zu Madame Tussauds nach Berlin schaffte.

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Zum zweiten Todestag zog im Januar Whitney Houston im Kostüm der Rachel Marron aus dem Filmklassiker „The Bodyguard“ in Berline in – mit Adel Tawil als Pate.

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Im Dezember 2012 jährte es sich zum 50. Mal, dass diese Herren ihre erste Single veröffentlichten. Wer dann „All You Need Is Love“ sagte und eine Original-Beatles-LP da ließ, bekam freien Eintritt ins Berliner Wachsfigurenkabinett.

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Die Klum (rechts) und ein Klumpen Wachs (links).

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„Let's dance“-Moderatorin Sylvie van der Vaart (hinten) und ihr Abbild (vorne, hüftsteif). Im Mai 2012 zog sie ein.

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JeLo wird im August 2011 angeschmachtet – da war sie gerade wieder Single nach der Trennung von Marc Anthony.

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Heino etwa, einer der bekanntesten und markantesten Deutschen, hat es auf diese Art noch nicht zu Madame Tussauds geschafft. Zu wenig gefragt. Wobei der Pressesprecher schmallippig wird, wenn man ihn nach Persönlichkeiten fragt, die nicht bei Madame Tussauds sind. Das Selbstbild ist, dass das Kabinett inspirieren und kulturell nachhaltig aufgefallene Menschen positiv abbilden will – für Noch-Nicht-Wachsfiguren und Ursachenforschung ist da kein Platz.

"Eines der schönsten Dekolletés der Welt": Madame Tussauds hat das Bild davon schon an die Presse gegeben. Foto: Madame Tussauds
„Eines der schönsten Dekolletés der Welt“: Madame Tussauds hat das Bild davon schon an die Presse gegeben.
Foto: Madame Tussauds

Wer nun als nächstes auf Katy Perry folgt und damit in den vergangenen Monaten besonders gefragt war, ist ein bestens gehütetes Geheimnis, steht aber bereits fest: Schließlich dauert es rund sechs Monate, eine Wachsfigur mit dem Künstler abzustimmen und zu erschaffen.

Bei Katy Perry wurde es Zeit, wenn man die Huldigung der Macher hört: „In fast jedem ihrer Songs ermutigt sie ihre Zuhörer stark, selbstbewusst zu sein und sich von nichts unterkriegen zu lassen, was sie zu einem einzigartigen Vorbild macht.“ Und dann sieht Madame Tussauds noch ein anderen Aspekt: „Eines der schönsten Dekolletés der Welt zieht kommende Woche ins Madame Tussauds Berlin.“ Diesen „Ausschnitt“ hat das Kabinett auch schon an die Öffentlichkeit gegeben, eine Ganzkörperaufnahme noch nicht.

Autor:
Lars Wienand
(Mail, )

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