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    Zells Einstellung passt nicht beim 1:2

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    Kein Tor: Zells Özgür Akin (Nummer 28) kam frei zum Kopfball, aber Niederemmels Torwart Jacob Erz parierte den Ball und hielt so den Sieg für den Tabellenletzten bei den Moselanern fest. Die Gäste gewannen 2:1.
Foto: Alfons Benz
    Kein Tor: Zells Özgür Akin (Nummer 28) kam frei zum Kopfball, aber Niederemmels Torwart Jacob Erz parierte den Ball und hielt so den Sieg für den Tabellenletzten bei den Moselanern fest. Die Gäste gewannen 2:1.
    Foto: Alfons Benz

    Das einzig Positive für die Mosel-SG an diesem Spieltag dürfte gewesen sein, dass die beiden vor ihr liegenden Vereine SV Morbach II und der FC Bitburg auch null Punkte einfuhren. Der Abstand des aktuellen Tabellen-17. auf das womöglich rettende Ufer beträgt deshalb weiterhin vier Zähler. Die Stimmung von Zells Sportlichem Leiter Christoph Braun konnte dies aber nicht aufhellen: "Das haben wir uns sicherlich ganz anders vorgestellt. Vielleicht haben wir Niederemmel auch unterschätzt. Mir ist es nämlich unerklärlich, weshalb wir spielerisch und von der Einstellung her in der ersten Hälfte das schlechteste Spiel der Saison gezeigt haben. Dann gehen wir noch mit 1:0 in Führung und schaffen es nicht, diese Ergebnis mit in die Pause zu nehmen."

    Der Reihe nach: Die Heimelf hatte vom Anpfiff weg hohe Spielanteile, brachte aber zu keiner Zeit etwas Ansehnliches zusammen. Nur lange, hohe Bälle in die Spitze waren nicht das Mittel, die Niederemmeler Abwehr auszuspielen. In der 40.Minute keimte auf Seiten der Gastgeber aber Hoffnung auf. Tobias Lauterborn nahm ein Zuspiel von Jochen Köhler auf und versenkte die Kugel im langen Eck zum 1:0.

    Nur die Brechstange hilft nicht

    Das Spiel schien so doch noch den von Zell wohl schon fest eingeplanten Lauf zu nehmen, wäre die eigene Defensive zwei Minuten später nicht in einen kollektiven Tiefschlaf verfallen. Innenverteidiger Dini Hajdari sprang an einem Freistoß von Fernand Vasconcelos vorbei, und Martin Mittler brachte die Kugel auch nicht aus der Gefahrenzone. Niederemmels Kapitän Martin Schmitt nahm das dankend an und markierte völlig unbedrängt den 1:1-Halbzeitstand (42.).

    Den richtigen Schluck vom Pausentee genommen hatte offensichtlich auch nicht die Heimmannschaft, sondern Marius Heisig vom Gegner. Beherzt zog er aus 20 Metern vor dem zu weit vor seinem Kasten stehenden Daniel Konrath ab und drosch den Ball zum 2:1 (48.) ins Netz. Effektiver kann man nicht spielen, es war erst der zweite Torschuss der Gäste. Es ergab sich sogar noch die Chance, die Führung auszubauen. Hajdari köpfte den Ball von Julian Zachara jedoch von der Linie (81.).

    Und Zell? Torchancen aus dem Spiel heraus gab es keine. Eine aber in der 89. Minute, als bei einem Freistoß von Sascha Schmitz nicht viel fehlte. "In Hälfte zwei haben wir nie das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben: nämlich hinten raus flach nach vorne zu spielen. Wir haben es nur mit der Brechstange versucht. Der Sieg von Niederemmel war nicht unverdient", sagte Braun. Der gegnerische Trainer Andreas Klar war hocherfreut: "Ich bin total zufrieden. Was man auf diesem Kunstrasen spielen kann, haben wir getan. Man muss halt mal schießen. So ist der Siegtreffer gefallen."

    Von unserem Mitarbeiter

    Alfons Benz

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