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    Weibern erhält einen kräftigen Dämpfer

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    Foto: Andreas Walz

    Hypernervöse Vulkan-Ladies

    In einer Auszeit stellte Barna ihre Abwehr auf eine offensivere Spielweise um, doch auch diese Maßnahme zeigte nur kurzfristig Wirkung. Erst zwei Siebenmetertore von Maja Klingenberg brachten den TuS wieder ins Spiel (3:5, 9. Minute), doch immer wenn die zu Beginn hypernervösen Vulkan-Ladies drauf und dran schienen, den Anschluss zu finden, stachen die "Schwaben-Hornets" (Hornissen) wieder zu. So, als Marina Kils Mitte des ersten Durchgangs einen Tempogegenstoß mit dem 7:8 abschloss - fünf Minuten später hieß es 7:13.

    Mit der Präzision eines Uhrwerks

    Missverständnisse, Fehlwürfe, Ballverluste in der Offensive gegen eine aggressive und aufmerksame Gästedeckung, Konzentrationsmängel und teilweise klaffende Lücken rund um den eigenen Kreis verhinderten eine erfolgreiche Aufholjagd, während die Gäste mit der Präzision eines Uhrwerks ihre Chancen nutzten und den Vorsprung kontinuierlich ausbauten. "Weibern hat genauso gespielt, wie wir es erwartet hatten", frohlockte Gästetrainer Markus Hornung hinterher, "ich kenne die Mannschaft genau und weiß um ihre Grenzen."

    Schon zur Pause erwies sich das Unternehmen Heimsieg für den TuS bei einem Sieben-Tore-Rückstand als "Mission Impossible". Immerhin, so Trainerin Barna, "haben wir bis zum Schluss gekämpft", und Simone Salz, mit neun Treffern wieder mal beste Torschützin, stellte nach dem Schlusspfiff sogar fest: "Die zweite Halbzeit haben wir ja mit einem Tor gewonnen." Mehr war allerdings nicht zu holen, denn immer wenn Weibern mal mehrere Tore in Folge erzielte, antworteten die Hornissen prompt mit noch mehr Treffern. "Wir haben den etwas breiteren Kader", erläuterte Gästecoach Hornung seine Taktik, "wir haben mal schnelle, mal große Spielerinnen eingewechselt und so den Gegner immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt."

    Kollegin Ildiko Barna trug die Pleite mit Fassung. "Wir haben vor allem in der Mitte zu viele technische Fehler gemacht, zu kompliziert gespielt und waren in den ersten 15 Minuten völlig überfordert. Dann läuft man immer einem Rückstand hinterher, und der Gegner hat jeden Fehler zu einem Gegentor genutzt."

    Haben die Schwaben-Hornets nun die besseren Aufstiegschancen? "Aufstieg ist für mich ein Tabuwort", kommentierte Trainer Hornung in bester Klopp-Manier, "wir wollen Spaß haben und erfolgreich sein. Wenn dann am Ende zwei Teams besser sind als wir, dann ist das halt so." Ildiko Barna wies auf den immer noch umfangreichen Spielplan hin: "Es sind noch sechs Spiele, da können alle Mannschaften noch Fehler machen. Nur: Wir dürfen uns keine mehr leisten." Nach Möglichkeit nicht mal am kommenden Wochenende beim Tabellenführer in Metzingen. Stefan Kieffer

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